Wo liegt eigentlich Damme?

8. Mai 2023Allgemein, Sportfreundliche Schule, Wettbewerbe und Ehrungen

Jugend trainiert für Olympia 2023 – unsere Basketballmannschaft Mädchen in der Wettkampfklasse II holt einen sensationellen dritten Platz beim Bundesfinale in Berlin

Mit jedem Erfolg, den unsere großartigen Basketballerinnen errungen haben, wurde diese Frage der gegnerischen Teams immer drängender – aber der Reihe nach…
Nach dem überzeugenden Sieg im Landesfinale in Scheeßel war die Freude groß, dass sich unser Gymnasium nach 2022 direkt wieder für das Bundesfinale in Berlin im Mai qualifizieren konnte.
Folglich standen unsere Damen am 2. Mai aufgeregt und voller freudiger Erwartung auf dem Osnabrücker Hauptbahnhof. Die Hinfahrt war Gott sei Dank kein schlechtes Omen: Zugausfall, spontaner Zugwechsel und Fahrt über Hamburg. In Berlin angekommen, machte sich sofort ein olympischer Spirit bemerkbar. Junge Talente in der ganzen Stadt und vor allem auch in unserem Meininger Hotel am Berliner Ostbahnhof, das fortan einem olympischen Dorf ähneln sollte. Abends ein großzügiger Empfang aller niedersächsischen Sportlerinnen und Sportler in der Niedersächsischen Landesvertretung, Fotos am Brandenburger Tor, ein Spaziergang in Richtung Berliner Dom: Es konnte losgehen.
Am ersten Turniertag schaltete das Team sofort auf Wettkampfmodus. Aber viele Fragen blieben: Sind wir stark genug? Wie spielen die Gegnerinnen? Warum wohnen wir soweit von der Sporthalle entfernt (Erster Tag: Frühstück um 6.30 Uhr, Abfahrt um 7.30 Uhr!!!)? Sämtliche Ängste waren absolut unbegründet.
In der Vorrundengruppe wurden uns die Bundesländer Berlin, Saarland und Rheinland-Pfalz zugelost – sämtliche Partien wurden souverän gewonnen! „Wo liegt eigentlich Damme?“ wurden wir nach jedem Match von unseren Gegnerinnen geknickt gefragt: 56:5 gegen das Peter-Wust-Gymnasium Merzig, 49:20 gegen das Gymnasium Theresianum Mainz sowie 41:21 gegen das Schadow Gymnasium Berlin-Zehlendorf. Die Ergebnisse belegen die absolut tolle Mannschaftsleistung und erneut zeigte sich, dass das gesamte Team eine großartige Ausbildung beim TV Vörden genossen hat. Alle Mädels haben zudem gescored! Ein perfekter erster Turniertag, der die ohnehin tolle Stimmung weiter verstärkte.
Ein langer Tag neigte sich dem Ende, da wir erst nach 19:00 Uhr müde aber glücklich zum Abendessen wieder im Hotel eintrafen? Party am Abend? Fehlanzeige, alle fielen völlig kaputt ins Bett!

Am Donnerstag ging es in die Zwischenrunde. Als Erstplatzierte nahmen wir laut Turnierausschreibung direkt einen Sieg gegen die Zweitplatzierten unserer Gruppe mit in die Wertung. Folglich war allen klar, dass lediglich ein weiterer Sieg die Eintrittskarte für das Halbfinale bedeutete. Was für eine Aussicht!!! Diese Herausforderung wurde direkt im ersten Spiel am zweiten Wettkampftag gemeistert: 42:21 gegen Brandenburg!!! „Wo liegt denn nun dieses Damme?“ Der Jubel war groß. Begleitet wurden diese starken Auftritte von einer fröhlichen Fan-Gruppe stolzer Eltern, die es sich nicht nehmen lassen wollten, ihre Töchter einen Tag lang zu begleiten und anzufeuern. Fortan war die Halle also klar in Vördener Hand. Die durchweg positive Energie war aber nicht mehr ausreichend, standen doch in den folgenden Partien die beiden zukünftigen und starken Finalteilnehmerinnen gegen uns auf dem Parkett. Im letzten Vorrundenspiel gegen Hamburg (Stadtteilschule Alter Teichweg, 33:43) sowie im sich anschließenden Halbfinale gegen Baden-Württemberg (Otto-Hahn-Gymnasium Ludwigsburg, 31:49) musste fair anerkannt werden, dass nicht nur wir guten Basketball spielen können. Gegen diese Gegnerinnen, die in großen Teilen als eingespielte Mannschaft zusammen in der WNBL spielen, kämpfte unser Team aufopferungsvoll, aber letztlich vergeblich.
Was blieb war jedoch die Erkenntnis: Wir können gegen alle mithalten und freuen uns jetzt auf das Spiel um Platz 3!! Wer hätte das im Vorfeld für möglich gehalten?? Die tollen Leistungen der Mädels verbreitete sich offensichtlich schnell im Landkreis. Aufgrund der netten Elterninitiative ereilte uns die spontane Zusage der Volksbank Dammer Berge, die Kosten für einen Mannschaftsabend beim Italiener als Belohnung für die beeindruckenden Leistungen zu übernehmen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön im Namen des gesamten Teams!
Das Angebot wurde unter großem Jubel angenommen, so dass es sich die Mannschaft in der L´Osteria an der East-Side-Gallery abends gut gehen ließ. Nach den großen Pizzen war die Versuchung zu groß – Nachtisch musste her . Sollten sich die vollen Mägen im kleinen Finale rächen? Nicht wirklich!

Für das Spiel um Platz 3 am Freitag mussten wir erneut die Halle wechseln. In Berlin-Charlottenburg galt nun die volle Konzentration unserer Gegnerinnen vom privaten Sportinternat Schloss Hagerhof aus Bad Honnef. Hier rechneten wir uns durchaus eine kleine Chance aus, da wir das Team bereits aus dem letzten Jahr kannten und damals knapp im Spiel um Platz 5 unterlagen. Es war mit dem ersten Jump direkt ein spannendes Spiel, so dass es in der Halle sowohl auf dem Parkett als auch auf den Zuschauerrängen brodelte. Nach einem ersten guten Lauf war unser Team direkt mit 8 Punkten enteilt. Das sollte aber nicht reichen, da sich NRW wieder ins Spiel hineinbiss und sich schon auf unserer Seite die Befürchtung verbreitete, dass sich die Mädels aus diesem Loch nicht mehr befreien werden können. Falsch gedacht!! Nach einer erneuten Energieleistung zog das Dammer Gymnasium auf 35:27 davon: Sieg!!! Die Bronzemedaille im Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ 2023 gewonnen, die bundesweite drittbeste Schulmannschaft, die einzige Medaille für das Bundesland Niedersachsen!! Ist das zu glauben? Ein unglaublicher Erfolg, der in der Max-Schmeling-Halle bei der offiziellen Abschlussveranstaltung ausgiebig gefeiert wurde!!!
Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team und vielen Dank dafür, dass wir euch bei eurer Reise durch die Basketballwelt ein Stück begleiten durften!!
Zum Team gehörten: Mirja Görtemöller, Nina Oberländer, Ebby Meinsma, Ida Junghans, Maxime Grünebaum, Carlotta Oltmann, Pia Rempe, Inka Schmock und Lina Krämer
Das Team drumherum bestand aus Fiona Stahl (ganz lieben Dank für die so nette Begleitung und die überaus kompetente Unterstützung des Teams), Hanna Hübner und Jörn Eilers.
Die ganze Schulgemeinschaft und wir sind sehr stolz auf euch!!

Ach ja: Wo liegt denn nun dieses Damme? Ganz einfach: In der Nähe von Osnabrück, hinter Vörden – Let´s fetz!!

 

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