Texte, Podcasts, Videos

18. Dezember 2019Allgemein, Bildungsangebote

(OV / Philipp Ebert) Seit 2018 können Jugendliche Journalismus als Wahlpflichtfach belegen. Ein eigenes Tonstudio kommt ihnen zugute. Redigieren, Cutten, Fahren – was für viele wie Kauderwelsch klingt, ist für manche Dammer Jugendliche längst bekannte Fachsprache. Denn seit anderthalb Jahren steht journalistisches Arbeiten auf dem Programm im Wahlpflichtunterricht Deutsch des Gymnasiums. Seither können sich Schüler in der achten Klasse für den auf drei Jahre angelegten Unterricht entscheiden, in dem sie lernen, zu recherchieren, Informationen aufzubereiten und kontroverse Themen zu kommentieren.

Die verantwortlichen Lehrer Michael Hansen und Anke Westerkamp betonen, wie wichtig eine umfassende Medienpädagogik sei. Das sehe auch die Schulleitung so. Daneben biete die journalistische Arbeit die Möglichkeit, regelmäßig etwas zu produzieren und seine eigene Perspektive zu veröffentlichen, so Westerkamp. Die Lehrerin spricht hier von „Selbstwirksamkeitserfahrungen“, bevor sie über den strapazierten Fachbegriff als „Pädagogensprech“ lacht. Aber es stimmt ja: Wer journalistisch arbeitet, kennt gelegentlich eine moderate Freude darüber, dass die eigene Weltsicht Diskussionen anregt. Dass Lehrerin Westerkamp vor ihrem Referendariat selbst einige Jahre als Journalistin gearbeitet hat, dürfte für das Zustandekommen des Projektes aber auch eine gewisse Bedeutung gehabt haben.

Zurzeit arbeiten die Neuntklässler an Kurzfilmen. Manche produzieren Dokus, andere Spielfilme. Damit nehmen sie an einem Wettbewerb teil. Auch die Achtklässler bereiten sich gegenwärtig auf einen Wettbewerb vor. Sie beschäftigen sich mit Radio und Podcasts, einer Serie von Hörfunkprogrammen, die jederzeit im Internet abgerufen werden kann. Dabei können sie auf Aufnahmegeräte, Mischpult und Mikrofon zurückgreifen, die die Schule eigens angeschafft hat. In der achten Jahrgangsstufe stehen auch das Schreiben eines Personenporträts sowie ein Zeitungskommentar auf dem Programm.

Emily Merk und Lena Ruhr haben das schon hinter sich. Die Neuntklässler haben schon im letzten Schuljahr gelernt, Radiointerviews zu führen. Beide meinen, sie seien dadurch „offener geworden“. Sie selbst sind dabei ganz Kinder des digitalen Zeitalters. Sie informieren sich nach eigenen Angaben hauptsächlich über das Internet, nur manchmal über das Fernsehen. Radio und Zeitung spielen in ihrem Leben hingegen keine Rolle.

Lena Ruhr sagt, sie habe durch den Unterricht gelernt, im Internet stärker auf die Glaubwürdigkeit von Medien zu achten. Den eigenen Medienkonsum auf diese Art „kritisch zu reflektieren“ ist eines der Ziele der Lehrer. Aber die Jugendlichen lernten noch mehr, meint Hansen: Prozesse organisieren, selbstständig arbeiten, Absprachen treffen und einhalten.

(veröffentlicht in der Oldenburgischen Vokszeitung am 30.11.2019)

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