Ehemaliger Dammer Gymnasiast engagiert sich in der Politik vor Ort

26. Januar 2022Allgemein, Bildungsangebote, Ehemalige, Europaschule, Personen

Am 30.11.2021 erlebten wir, die 8b des Dammer Gymnasiums, eine besondere Politikstunde: Der ehemalige Dammer Gymnasiast Max Korbion, der seit der letzten Gemeinderatswahl am 12.09.2021 jüngstes Mitglied des Steinfelder Gemeinderats ist, besuchte uns im Rahmen unserer Unterrichtseinheit zu den politischen Partizipationsmöglichkeiten vor Ort und bot uns die Möglichkeit, Fragen zur politischen Praxis zu stellen.

In der Schule kam Max – so wie wir selbst gerade – erstmals in der 8. Klasse mit dem Fach Politik in Berührung. Neben dieser Erfahrung wirkte sich vor allem auch die Tatsache aus, dass Politik sowohl in seinem Freundeskreis als auch in seiner Familie immer ein großes Thema war. Dies zeigte sich auch in seiner Kurswahl: Er legte 2019 die mündliche Abiturprüfung in dem Fach Politik ab. Heute studiert er im 3. Semester Jura an der Universität Osnabrück und widmet sich darüber hinaus der Kommunalpolitik.

Die Sanierung des Falkenstadions nannte er uns dabei als eines seiner Herzensanliegen, das er während seiner Zeit im Gemeinderat voranbringen möchte. Er unterstrich die Notwendigkeit eines umfassenden Konzepts, das die Sportanlagen der Gemeinde, die ja auch die Sportanlagen in Mühlen umfasst, in den Blick nimmt.

Auf die Frage, warum er sich in der Politik engagiere, antwortete er uns, dass dieser Schritt – trotz seines grundsätzlichen Interesses für Politik – letztlich doch von außen angestoßen worden sei. Er sei von einem CDU-Mitglied gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, für die Partei bei den Gemeinderatswahlen anzutreten. Er habe dies zunächst völlig unbelastet getan und sich keinen Kopf über einen möglichen Erfolg gemacht. Leichte Aufregung habe ihn dann am Wahltag aber doch gepackt. Im Nachhinein völlig unnötig, da er mit 510 Stimmen direkt in den Gemeinderat einziehen konnte.

Max Korbion beantwortete unsere Fragen rund um den Gemeinderat, so erfuhren wir, dass Gemeinderatsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und für ihre Arbeit kein Gehalt beziehen, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten. Außerdem lernten wir, dass man zwar nicht an allen Sitzungen teilnehmen müsse, die Teilnahme bei den meisten Sitzungen aber zweifellos sinnvoll sei, schließlich habe man sich für die Arbeit im Gemeinderat ja freiwillig entschieden und wolle etwas bewegen. Wir interessierten uns auch für seinen Umgang mit Niederlagen, also für den Fall, dass eine gewünschte Idee nicht umgesetzt wird. „Dann würde ich einfach weiter am Ball bleiben!“ antwortete Max ohne zu zögern.

Und so endete eine für uns besonders praxisnahe Politikstunde mit der Überzeugung, der politischen Arbeit vor Ort am Beispiel eines mit seinen 20 Jahren außergewöhnlich jungen Gemeinderatsmitglieds – der bundesweite Altersdurchschnitt in der CDU liegt bei 60 Jahren – ein Stück näher gekommen zu sein. Wir bedanken uns recht herzlich bei Max Korbion dafür, dass er sich die Zeit für uns genommen hat.
Darüber hinaus besuchte Max die Klassen 8a und 8f!

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