Dammer Gymnasiasten nehmen an Uni-Studie teil

30. Mai 2022Allgemein, Bildungsangebote

6-Klässler sind Forschungsobjekte für Masterarbeit / Studentin vergleicht Lernen im Klassenraum mit Exkursen

Damme (ew). Lernen Schüler bei einem Exkurs besser als auf der Schulbank? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Osnabrücker Studentin Nadine Zehner im Rahmen ihrer Masterarbeit zu Potentialen aber auch mit Grenzen außerschulischer Lernstandorte in der Geographiedidaktik. Betreut wurde sie von Dr. Nadine Tiggelbeck, Dozentin und Lehrerin am Gymnasium Damme. Das geht aus einer Mitteilung der Schule hervor.

Besonders in der Pandemiezeit sei das Thema von großem Interesse, da außerschulische Standorte für mehrere Jahre den Schülerinnen und Schülern nicht erlaubt waren, heißt es in der Mitteilung.

Zunächst übernahm die Studentin eine Unterrichtseinheit zum Thema Gesteine und Böden in zwei Klassen des Jahrgangs 6, die beide normalerweise von der Mathematik- und Geographielehrerin Stefanie Brinkmeier unterrichtet werden. Die Inhalte wurden der einen 6. Klasse ausschließlich im Klassenraum gelehrt, während die andere Lerngruppe zwei außerschulische Lernorte besuchte, um Gesteine und Böden der Region kennenzulernen. Bei den Osnabrücker Lernorten handelt es sich um den TERRA.park, Erlebnispark Boden am Schölerberg, und um den Kultur- und Landschaftspark Piesberg in Osnabrück.

Durch eine für beide Klassen völlig gleiche Leistungskontrolle am Ende der Unterrichtsreihe sollte dann untersucht werden, ob die Schüler und Schülerinnen, die die Begegnung mit dem Realraum hatten, einen größeren Lernerfolg vorweisen konnten als die Lerngruppe, die die beiden außerschulischen Lernorte nicht besucht hat. Die Auswertung der Lernkontrollen ergab ein eindeutiges Ergebnis: Der Lernerfolg – besonders das Erinnerungsvermögen – war beim außerschulischen Lernen tatsächlich signifikant höher.

Dieses Untersuchungsergebnis sollte laut Mitteilung auch in Zukunft den Blick von Lehrenden neu schärfen. Demnach solle Kindern jede Möglichkeit zugestanden werden, sich nach den langen Einschränkungen wieder im Realraum bewegen zu dürfen und Lernprozesse nicht nur digital oder im Klassenraum zu erleben. So könne das Lernen in und außerhalb der Schule miteinander verknüpft werden, besonders in Hinblick auf moderne Unterrichtskonzepte und -prinzipien, sowie den derzeitigen Wandel der Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen.

OV (04.05.2022)
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