August der Starke, Stasi und Elbsandsteingebirge

3. Oktober 2021Allgemein, Europaschule

DE13, BI12, MA12 und PO11 – Kursfahrt nach Dresden

Montag, 13.09. – Auf nach Dresden!
Vier Tutorenkurse starteten ihre Studienfahrt nach Dresden, mit dabei der Bio-Leistungskurs begleitet von Herrn Schleußinger, der Politik-Leistungskurs zusammen mit Herrn Schlarmann, der Mathe-Leistungskurs mit Frau Dmitriew und unser Deutsch-Leistungskurs einschließlich Herrn Hansen.
Wir starteten um 8:30 Uhr an der Hauptschule Damme, wo bereits die Busse auf uns warteten. Nachdem das gesamte Gepäck verstaut worden war, ging es pünktlich los. Vor uns lag eine ca. 8-stündige Busfahrt. Nach den ersten vier Stunden machten wir eine Pause, nach der es zügig weiter Richtung Dresden ging. Gegen 16:30 Uhr kamen wir zu unserem Hotel, bezogen die Zimmer und hatten bis 18 Uhr Zeit, uns etwas
einzuleben. Dann stand bereits der erste Programmpunkt auf dem Plan. Alle Kurse bekamen in Form einer 2-stündigen Stadtführung einen ersten Eindruck von Dresden. Dabei wurden die bekannten Sehenswürdigkeiten wie die Dresdner Frauenkirche, der Zwinger und die Semperoper besichtigt. Ebenfalls wurde uns die Dresdner Historie nähergebracht. Gegen Ende der Führung ging es zur „Brühlschen Terrasse“, von der man einen wunderbaren Blick auf die Elbe im Sonnenuntergang hatte.
Der restliche Abend stand der freien Gestaltung zur Verfügung. Die meisten von uns gingen in kleinen Gruppen gemeinsam essen und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Marie Giere (DE13)

Dienstag, 14.09. – Mit Herzog Moritz auf Zeitreise
Mit dem Dienstag begann unser erster kompletter Tag in Dresden. Nach dem Aufstehen begaben sich alle zum gemeinsamen Frühstück, welches schnell einstimmig für gut befunden werden konnte. Während der Mathe- und Geschichts-LK daraufhin zum Elbsandsteingebirge aufbrachen, um dort beim Wandern auf ihre konditionellen Fähigkeiten getestet zu werden, ging es für unseren Deutsch-LK und den Bio-LK zur Festung Dresden. Auf dem Weg dorthin wurde schnell klar, dass heute ein sehr warmer Tag werden würde und niemand war traurig drum, dass er gerade heute nicht wandern musste. Vor der Festung angekommen und einen schattigen Platz zum Warten gefunden, gab es dann die erste überraschende Begegnung des Tages: Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft hatte offenbar ein Trainingslager in Dresden und spazierte über den „Balkon Europas“ an uns vorbei. Daraufhin durften wir auch schon die schattige Festung betreten und über den Audioguide Herzog Moritz begrüßen, der uns höchstpersönlich auf eine Zeitreise durch die Festung und Dresden mitnahm. Unterstützt durch Lichteffekte und an die Wände projizierte Bilder wurde die Geschichte Dresdens eindrucksvoll animiert. Nachdem alle individuell die Führung beendet hatten, wurde kurz beratschlagt, wie der weitere Tagesplan aussehen sollte. Herr Hansen und Herr Schleußinger beschlossen, die Mittagsandacht in der Frauenkirche zu besuchen und am Nachmittag einen Besuch der Sammlung alter Meister zu organisieren. Wer mitkommen wollte, konnte dies tun. Der Rest konnte den restlichen Tag frei gestalten. Während also einige mit in die Andacht kamen, beschlossen die meisten, die Dresdener Innenstadt zu erkunden, die schon zuvor als äußerst attraktiv zum Shoppen erkannt worden war. Zara, Bershka, H&M, … führten dazu, dass die Koffer vieler vor der Rückreise etwas schwerer zugingen, während es beim Geldbeutel anders aussah. Den angekündigten Besuch in der Sammlung alter Meister nahmen nur wenige der Schüler wahr, was sich im Nachhinein angesichts der tollen Bilder als Fehler darstellte. Gegen 16 Uhr kehrten dann auch die Schüler des Mathe- und Geschichts-LKs wieder von ihrem Wandertrip zurück. Beim Bericht über die Wanderung und die inbegriffenen 2000 Stufen staunten selbst diejenigen Deutsch-LK-Schülerinnen nicht schlecht, die die acht Stockwerke bis zu ihrem Hotelzimmer mindestens einmal am Tag über die Treppen gingen. Für das wohlverdiente Abendessen (auch viele Schrittzähler der in Dresden gebliebenen Schüler zählten 18.000 Schritte) gab es in Dresden ebenfalls mehr als genug Auswahl. Rundum satt und zufrieden wurde auch der Abschluss des Abends individuell gestaltet. Bei Freizeit, Drinks und bester Gesellschaft konnte sich keiner beschweren.
Nele Bußmann (DE13)

Mittwoch, 15.09. – Stasiopfer und Meißner Porzellan
Am dritten Tag unserer Kursfahrt in Dresden besuchten wir die Gedenkstätte Bautzner Straße, bei der es sich um ein ehemaliges Gefängnis der Stasi handelt. Dabei waren der Mathe- und Politikleistungskurs sowie der Deutschleistungskurs, während Herr Schleußinger mit dem Biologieleistungskurs den botanischen Garten besuchte. Vor Ort wurden die Kurse dann in zwei Gruppen aufgeteilt und jeweils von einem Guide durch das ehemalige Gefängnis, beziehungsweise Museum, geführt. Dabei hatten wir die Möglichkeit, den Aufnahmeraum, die Zellen, den Verhörraum, die Büroräume der Stasioffiziere und einiges mehr zu erkunden; zum Teil war es sogar möglich, in die Zellen hineinzugehen. Dadurch haben wir das ganze wortwörtlich hautnah erleben können. Unser Guide war dabei eine große Unterstützung: Er konnte als Zeitzeuge die damals herrschende Situation im Gefängnis sehr realistisch rekonstruieren und hat einiges an Wissen mit uns geteilt. Besonders detailliert schilderte er dabei die Behandlung der damaligen Häftlinge und wie sie wahrlich auf eine psychische Belastungsprobe gestellt wurden. Dazu zählte unter anderem das Aufwecken in der Nacht durch heftige Bewegungen am Türriegel, wenn man in der falschen Position lag, das Vermeiden eines Aufeinandertreffens der Häftlinge untereinander, die wahllose und teils auch unbegründete Inhaftierung und einiges mehr. Die Führung war unfassbar interessant und spannend und hat uns allen einen detaillierten Rückblick in die Geschichte ermöglicht.
Nach der Führung sind wir dann von Dresden aus nach Meißen gefahren, was ungefähr 27 km entfernt liegt. In der Stadt Meißen wurde 1710 in der Albrechtsburg die erste europäische Porzellanmanufaktur errichtet, nachdem kurz zuvor in Dresden das erste Mal innerhalb von Europa erfolgreich Porzellan hergestellt worden war. Daher ist das „Meißner Porzellan“ auch so hoch angesehen und wertvoll.
Dort angekommen bekamen wir die Möglichkeit, entweder über Treppen oder einen Aufzug (ratet mal, was wir gewählt haben) in besagte Albrechtsburg zu gelangen, was allerdings nicht Teil des Pflichtprogramms war. Von der Burg aus konnte man einen wunderschönen Blick über Meißen genießen und einige der prunkvollen Festsäle bewundern. Wem dies nicht zusagte, konnte die Stadt selbst auf eigene Faust erkunden, verschiedene Läden besuchen, etwas essen gehen, etc. Meißen hat eine eindrucksvolle Altstadt. Viele Häuser haben farbliche Akzente oder sind ganz bunt, mit Stuckverzierungen und aufwendig gestalteten Fensterläden.
Nach unserer Freizeit fuhren alle vier Kurse dann wieder nach Dresden, wo wir bis zur Nachtruhe um 00:00 Uhr ebenfalls noch Freizeit hatten.
Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht ganz so wunderbar mit wie an den Tagen davor; trotzdem war es insgesamt sehr ereignisreich, spannend und ein sehr gelungener Tag der Kursfahrt.
Rieke Müller (DE13)

Donnerstag, 16.09. – Genusswandern im Elbsandsteingebirge
Am Donnerstag starteten wir dann unseren Wandertag, während die andere Hälfte sich in der Dresdener Festung herumtrieb. Nach einer gemütlichen Fahrt ins Elbsandsteingebirge hielt der Bus unvermittelt auf einer Landstraße an und der Busfahrer rief: „Wir sind da!“. Wir stiegen also alle aus dem Bus aus und folgten unserem ortskundigen Guide vertrauensvoll in die Tiefen des Elbsandsteingebirges. Da die Wege schmal waren und der Boden zudem uneben und mitunter rutschig, mussten sich alle darauf konzentrieren, nicht nähere Bekanntschaft mit dem Boden zu machen. Wenn man dann aber seinen Kopf endlich mal vom Boden abwendete und in die Natur blickte, merkte man schnell, dass wir in einem Märchenwald gelandet waren. Zwar haben wir keine fliegenden Elfen gefunden, aber dafür atemberaubende Felswände mit wunderschönen Wasserfällen und coolen Felshöhlen. Da das Elbsandsteingebirge komplett naturbelassen ist, gab es angesichts der großen Artenvielfalt viel zu entdecken. Nach gut zwei Stunden Wanderung auf einem Teil des berühmten Malerweges, wo sich einst Maler wie Caspar David Friedrich zu unsterblichen Werken inspirieren ließen, legten wir eine kleine Pause an der Bastei ein. Nach dieser viel zu kurzen Erholungspause ging es auch schon wieder weiter. Während die Gruppe am Dienstag 1000 Treppen hoch und wieder runter laufen durfte und dabei ziemlich ins Schwitzen kam, schlenderten wir gemütlich über die 76,5m lange Basteibrücke zur bekannten Ruine der Felsenburg Neurathen sowie zu verschiedensten nahe gelegenen Aussichtspunkten, von denen wir eine tolle Aussicht sowie spektakuläre Weitblicke in und über das Elbtal und das Elbsandsteingebirge genießen durften.
Lisa Eichhorst (DE13)

Freitag, 17.09. – Auf dem Heimweg
Gefühlt waren wir gerade erst in Dresden angekommen und schon war die Woche vorüber. Es ging wieder ab nach Hause. Jeder von uns hat viel Spannendes zu erzählen. Wir halten fest, dass unsere Kursfahrt ein besonderes Erlebnis in unserem letzten Schuljahr war, an welches wir uns gerne zurückerinnern.
Lisa Eichhorst (DE13)

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