Bericht über die Trierfahrt im September 2022

12. Oktober 2022Allgemein, Bildungsangebote, Europaschule

Aufbruch der Wissbegierigen

Montage – Kaum jemand mag es, wenn auf dem Kalender schon wieder einer dieser steht. Dies galt aber für eine kleine Truppe von 35 Schülern und zwei Lehrern, Herrn Wittnebel sowie Frau Lampen, an einem ganz bestimmten Montag nicht; oder zumindest ein wenig weniger als sonst. Am Montag, dem 26. September, ging es für diese Truppe wackerer Kämpfer des Lebens los auf eine Reise zur historisch geprägten Stadt Trier und Umgebung. Dort wurde vom besagten Montag an bis zum Freitag, den 30. September, gelernt, gestaunt, gekichert und geschlafen.
Da letztes Jahr durch die Pandemie diese schon tief im Schulleben verankerte Exkursion für die Lateinlehrlinge der jetzigen Jahrgangsstufe 10 entfallen war, hatte sich eine Gemeinschaft aus Schülern der Jahrgangsstufe 9 und 10 ergeben.
Ebenso war es für viele Teilnehmer schade, dass Frau und auch Herr Holst diese Fahrt nicht begleiten konnten. Dennoch ein Dank im Namen aller Schüler sowie der begleitenden Lehrer an Herrn Burkhard Holst für die Planung eines großen Teils dieser Fahrt.

Im Westen gibt’s auch Neues

Gegen 7.30 Uhr ging es los, das Gepäck wird geladen, es wird das letzte Mal durchgezählt und der Motor des Reisebusses startet. Im Bus herrscht eine Atmosphäre zusammengesetzt aus Aufbruchstimmung, Müdigkeit und großer Motivation.
Vom kleinen Damme aus ging es über Straßen und Stunden hinweg, wie auch schon in den vergangenen Jahren, in den südlicheren Westen Deutschlands. Auf dem Plan unserer 37 Köpfe großen Gruppe stand zusätzlich ein kürzerer Stopp in Xanten, eine kleine Stadt, welche damals als Metropole einer römischen Provinz gedient hat. Heutzutage ist dort vor allem ein Museum über genau diese Zeit in Xanten.
Nach dem lehrreichen kleinen Stopp in Xanten und bei einer berühmten Schnellrestaurantkette wurde die fünf Stunden lange Fahrt fortgesetzt.

Die dunkle Bedrohung

Am Montagnachmittag erreichten wir unser Ziel. Eine Stunde früher als geplant, trotz der beiden Zwischenstopps. Leider gab es eine Sache, die das Potenzial hatte, den Rest der Woche in einem sanft kalten, nassen und depressiven Ton zu ertränken, nämlich das Wetter, welches sich mit viel Regen und weniger Sonnenschein zu Wort meldete. Zum Glück sollte diese Prüfung der Natur nur bis zum Mittwochvormittag gehen und hat uns nicht die ganze Woche begleitet.
Trotz kalten Regens und eines kühlen Windes, der pfiff, ging der erste Abend ohne weitere Programmpunkte und angenehm ruhig zu Ende. Von so etwas wie der Kraft der Natur lässt man sich ja nicht die Freuden am Leben nehmen.
Am zweiten Tag ging es mit einem kleinen Spaziergang das erste Mal in der gesamten Gruppe in die Innenstadt von Trier. Dort hat uns ein „römischer Legionär“ in der Porta Nigra die richtige Verteidigung der römischen Provinz erklärt und es wurde die Wichtigkeit dieser Stadt für das Großreich Rom erläutert. Später am selben Tag gab es eine Fahrt zu den Kaiserthermen und es wurden sich historisch bekannte Bauten wie die Liebfrauenkirche und der Trierer Dom angesehen. Diese Besichtigungen wurden mit von zuvor von Schülern erstellten Referaten untermalt.

Das Schweigen der Natur

Ein Aspekt dieser Fahrt war der der Natur. Wir hielten ab und an mal die Busfahrt an, nur um auszusteigen und die Natur, die Berge, die Wälder und das Leben zu betrachten und zu bewundern. Aber auch größere und bekanntere Orte wie die Saarschleife bei Mettlach wurden von uns besucht und bestaunt, sowie die schon schöne Natur und die alten Häuser in Trier selbst.
Abgesehen von den offiziellen Programmpunkten begaben sich Kleingruppen auch auf eigene Faust in die Natur. Teils haben Kleingruppen zum Beispiel die Mariensäule in Trier, welche knapp 300 Höhenmeter hoch auf einem Berg liegt, erkundet.

Eine kurze Geschichte des Lebens

Wie schon zuvor erwähnt, gab es während dieser Fahrt drei Programmpunkte, wo uns das Leben des alten Roms mithilfe von Schauspielaufführungen nähergebracht wurde. Es reichte vom „beurlaubten Legionär“, der das Leben auf der Villa Borg erklärte, über den Zenturio, welcher die Verteidigung der Porta Nigra und deren Wichtigkeit näherbrachte, bis zum Sklaven Valerius, der von seinem Weg und seinem Leben unter den Gladiatoren auf eine mitreißende und greifbare Art und Weise erzählte. Jeder dieser drei Schauspieler hat seine jeweilige Rolle äußerst authentisch und lehrreich verkörpert und damit für eine unterhaltsame, aber dennoch größtenteils ernste Darstellung gesorgt.

Die Rückkehr der Wissbegierigen

Und schneller als eine Weltmacht zusammenfällt sieht man sich schon wieder in den Bus für die Heimreise einsteigen. Die Rückfahrt begann also plangenau am Freitag gegen halb neun in der Früh und endete am Gymnasium Damme um etwa vier Uhr am Nachmittag. Da sich Lehrer und Schüler darauf geeinigt hatten, wurde kein Zwischenstopp in Köln gemacht und die Rückfahrt ging mit nur einen kleinen Pause weiter.
Dann war es so weit: Der Reisebus mit der kompletten Truppe fuhr heil, munter und ein wenig müde in die Straße Nordhofe ein. Es wurde ausgestiegen und es wurde sich umarmt, zur Verabschiedung sowie zur Begrüßung und damit endete eine nach zwei Jahren Pause fortgesetzte traditionelle Exkursion. Eine Exkursion in die Vergangenheit, eine Exkursion in eine vergangene Welt und vor allem eine Exkursion in ein anderes und fernes Leben.

Orlando B. (10a)

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