Die Klassenfahrt der 7B nach Emden
Am Montag, den 21.9, startete unser Abenteuer um 8:15 Uhr am Gymnasium. Schon auf der rund zweistündigen Busfahrt war die Stimmung großartig, alle waren gut drauf und wir hörten laut Musik. Bei der Jugendherberge angekommen, gab es direkt eine kleine Planänderung: Da wir unsere Zimmer noch nicht beziehen konnten, zogen wir die Stadtrallye kurzerhand auf den Vormittag vor. Das tat dem Spaß keinen Abbruch, und danach blieb sogar noch etwas Freizeit in der Stadt. Später richteten wir gemütlich unsere Zimmer ein, genossen den freien Nachmittag und stärkten uns abends mit Spaghetti Bolognese. Ein packendes Werwolf-Spiel im Gemeinschaftsraum und anschließendes Tuscheln auf den Zimmern rundeten den ersten Tag perfekt ab.
Der Wecker riss uns am Dienstag unsanft aus dem Schlaf. Nach einem leckeren Frühstück mit Brötchen, Kakao und Säften packten wir unsere Rucksäcke für den großen Ausflug nach Norderney. Mit dem Bus ging es zum Fähranleger nach Norddeich. Die Wartezeit vertrieben wir uns im Souvenirshop oder mit Spielen, bevor wir endlich die Plätze auf dem Oberdeck der Fähre ergattern konnten. Während der Überfahrt ging es turbulent zu: Wir erkundeten das Schiff und löcherten Mats mit der Frage, warum uns eigentlich der Megalodon nicht fressen will. Auf der Insel angekommen, ging es direkt zu den „Wattwelten“. Am Strand sammelten wir bei Ebbe Strandfunde, Muscheln und sogar eine tote Qualle, untersuchten unsere Funde im Kreis und bestimmten Muschelarten im Museum. Nach einem Inselbummel samt obligatorischem Fischbrötchen standen actionreiche Strandspiele auf dem Programm – von einer Tennisball-Murmelbahn bis zum rasanten Wagenrennen im „Circus Maximus“. Auf der Rückfahrt besprach die Klasse den Tag im großen Schiffssalon. Zurück in der Herberge gab es nach dem Abendessen noch ein wenig Chaos, bis Frau Enneking und Herr Dr. Ellerbrake eintrafen. Nach der Handyabgabe wurde es mit heimlichen Klopfstreichen und 5-Minuten-Terrinen auf den Zimmern eine etwas längere Nacht als sonst.
Der Mittwoch begann um 7:30 Uhr. Gut gestärkt holte uns um 10:30 Uhr ein Stadtführer ab, der uns viel Interessantes über Emden, die verzierten Kirchen und einen besonderen Teeladen erzählte. Nach der Besichtigung des Rathausturms ging es direkt weiter zum Hafen. An Bord eines kleinen Tourboots ließen wir die Schiffe und Werften an uns vorbeiziehen. Die Fahrt war so beruhigend, dass Elias kurz einschlief. Der humorvolle Kapitän sorgte allerdings dafür, dass der Rest der Klasse bestens unterhalten wurde. Nach reichlich Freizeit in der Stadt ließen wir den Tag in der Jugendherberge entspannt ausklingen und koppelten unser Lions-Quest-Programm direkt mit einer weiteren Runde „Werwolf“.
Kulturell wurde es am Donnerstag: Nach dem Frühstück spazierten wir zur berühmten Kunsthalle Emden, wählten in Gruppen unsere Lieblingsbilder aus und diskutierten über abstrakte Kunst, bevor wir selbst praktisch arbeiten durften: Angelehnt an den dänischen Künstler „Asger Jorn“ malten wir abstrakte Geisterwelten, die Raum zur Deutung lassen. Danach teilte sich die Klasse auf: Eine Gruppe zog ins Ostfriesische Landesmuseum und bestaunte unter anderem die große Rüstkammer, während die andere die Ostfriesentherme unsicher machte. Das Schwimmen und Springen machte riesigen Spaß – besonders das Beobachten der Senioren beim Wassersport war ein Highlight, das wir uns danach mit Pommes versüßten. Der anschließende „Bunte Abend“ hielt neben Flachwitzen, Theaterstücken und Geschmackseraten eine echte Legende bereit: Während des Flunkyball-Spiels rauschte ein Mann auf einem E-Scooter vorbei und schrie: „Ich kann nicht bremsen!“ – ein Spruch, über den wir heute noch lachen. Da tat es der Stimmung auch keinen Abbruch, dass die Spinatsticks mit Kartoffelbrei beim Abendessen durchgefallen waren und das Länderspiel Deutschland gegen Niederlande nur 1:1 endete.
Am Freitag hieß es schon um 6:30 Uhr: Betten abziehen, Zimmer fegen und Koffer packen. Nach einem letzten stärkenden Frühstück und der Zimmerkontrolle rollte der Bus pünktlich um 9:30 Uhr los. Gegen 11:45 Uhr waren wir zurück in Damme.
Eine lehrreiche und tolle Klassenfahrt voller Museen, Stadterkundungen und Klassengemeinschaft ging zu Ende. Jetzt hieß es erst einmal: Ausruhen und auf die nächste Fahrt freuen!
Ein Reisebericht der Klasse 7B









