„Und bist du auch noch dabei, dann bin ich super drauf” (Fliegerlied)

17. Oktober 2022Allgemein, Europaschule, Schüleraustausch

Ungarn-Austausch vom 05.10.-13.10.2022 in Pécs. Ein Schülerbericht von Fiona und Luise

Am Mittwoch, den 05.10.2022, haben sich 36 Schüler*innen gemeinsam mit Frau Nieberding und Herrn Hansen um 7 Uhr auf den Weg nach Pécs (Ungarn) gemacht. 14 Stunden waren für diese Reise angesetzt. Wo in den ersten Stunden die Freude noch durch Müdigkeit geschmälert wurde, da verdreifachte sie sich spätestens am Flughafen. In den zwei Stunden Wartezeit, am Flughafen Köln-Bonn, haben die Schüler*innen Erwartungen ausgetauscht und sich mit Süßigkeiten und Getränken für den Flug und die darauffolgende Busfahrt ausgerüstet. Etwas verspätet stiegen wir in den Flieger ein und dann ging es los.
Der Flug verlief ohne weitere Komplikationen und alle kamen sicher in Budapest an. Nachdem die Koffer eingesammelt worden waren, ging es mit dem Bus weiter nach Pécs. Nach einer langen Busfahrt waren alle müde, aber dennoch platzten wir fast vor Aufregung, als der Bus dann vor der Schule in Pécs stehen blieb. Mit viel Herzklopfen und zittrigen Händen stiegen wir aus. Die Zehntklässlerinnen kannten ihre Partner*innen bereits und so halfen sie den Neuntklässler*innen ein wenig beim Kennenlernen ihrer neuen Partner*innen. Anschließend waren alle froh, in die Gastfamilien zu gehen und sich erstmal auszuruhen.

Am Donnerstag ging es für uns dann richtig los. Um acht Uhr war das Treffen am ungarischen Gymnasium angesetzt. Die meisten nahmen hierfür den Bus, da die meisten in anliegenden Ortschaften rund um Pécs leben. Viele machten hier Bekanntschaft mit den unebenen Straßen Pécs’. Aber wir alle kamen sicher und mit mehr Dankbarkeit für die deutschen Straßen an der Schule an. Während die ungarischen Schüler*innen ihren Vormittag in der Schule verbringen mussten, lernten wir Pécs und seine Geschichte kennen und wurden vom Vize-Bürgermeister begrüßt. Das erlernte Wissen durften wir bei einer Stadtrallye unter Beweis stellen.
Später kehrten wir zur Schule zurück. Die Neuntklässler*innen konnten schon in den Nachmittag aufbrechen, während die Zehntklässlerinnen noch eine halbe Stunde auf ihre Partner*innen warten mussten.
Am Nachmittag gingen die meisten in das lokale Einkaufszentrum Árkád, wo gegessen und geshoppt wurde. Hier blieb wohl ein Großteil unseres Geldes, da wir uns alle über die niedrigen Preise gefreut haben, wenn auch die Umrechnung von Forint in Euro so manchen Kopfschmerzen bereitete (1 Euro = 420 Forint). Abends trafen sich einige der Schüler*innen noch in der Stadt.

Freitag war wirklich „frei“. Wir unternahmen einen Ausflug nach Orfü, die Gegend rund um einen See. Diesen konnten wir an diesem Vormittag mit Drachenbooten erkunden. Zwei Weltmeister dieser Disziplin zeigten uns diese sehr spaßige Sportart, die ursprünglich aus dem alten China stammte, und uns alle zum Schwitzen brachte. Diejenigen, die gerade nicht mit dem Drachenboot fuhren, vergnügten sich mit Fußball, Basketball oder Volleyball, wobei mitunter weder die Köpfe der Mitspieler*innen noch die der Zuschauer*innen von umherfliegenden Bällen verschont blieben.
Zum Mittagessen gab es eine traditionelle ungarische Suppe, die von den Eltern der ungarischen Austauschschüler*innen gekocht worden war. Das gemeinsame Essen war ein Vergnügen, auch wenn die für uns ungewohnte Menge an Paprika und die damit verbundene Schärfe einigen Deutschen die Tränen in die Augen trieb. Trotzdem lässt sich nur eins sagen: Köstlich! So bewiesen sich anfängliche Sorgen einzelner deutscher Schüler*innen hinsichtlich des ungarischen Essens als falsch. Nach dem Essen wurden wir dann alle ins Wochenende entlassen. Den späten Nachmittag verbrachten wir mit unseren Partner*innen und/oder ihren Familien. Wir erkundeten Pécs weiter oder spielten Spiele.
Samstag stand kein von der Schule geplantes Programm an, ab
er der Spaß blieb dennoch nicht aus. Manche fuhren in den örtlichen Vergnügungspark, andere an den Balaton / Plattensee. Einige durften auch das „Fischkocherfest” in einem der Nachbarorte besuchen, wo sich sogar zwei Schüler*innen getraut haben, Fische zu waschen. Abends wurde uns dann ein besonders wichtiger Teil aus dem Leben unserer Partner gezeigt: Feiern. Wir lernten die durchaus andere Art des Feierns kennen, die aber nicht weniger Vergnügen bereitet. Diese Party in Bohl war wohl der Lieblingsabend vieler.

Fiona R. (Austauschpartnerin von Bálint)

Am Sonntag, den 09.10.22 haben wir (einige Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs und unsere 2 Lehrer) viel erlebt. Genau wie am Samstag gestalteten wir den Tag zusammen mit unseren Austauschpartnern. Während einige mit dem Zug nach Budapest fuhren und dort die Stadt erkundeten, wobei sie unter anderem den Heldenplatz besichtigten, fuhren andere in den Mecsextrém Park, ein kleiner Freizeitpark in Pécs, wo ein schöner Tag beim Klettern im Kletterwald und mit Bobbahnfahren verbracht wurde. Wieder andere waren am Plattensee und machten dort eine Bootstour, bei der man die schöne Aussicht auf den See genießen konnte und außerdem eine Fahrt durch eine Grotte, bei der man wiederum viel gesehen und erlebt hat. Nach diesem sehr schönen, aber auch anstrengenden Tag verbrachten alle einen ruhigen Abend in ihren Gastfamilien.

Am Montag, den 10.10.22 trafen wir uns alle um 8.45 Uhr an der Schule. Von dort aus ging es mit dem Bus nach Villány, einer Kleinstadt in der Nähe von Pécs, wo wir eine Weinkellerei besichtigten. Während unsere Austauschpartner eine Führung auf Ungarisch bekamen, konnten wir die Kellerei bei einer Führung auf Englisch kennenlernen. Dabei durften wir unter anderem die Traubenlimonade der Weinkellerei probieren, welche sehr gut schmeckte. Anschließend sahen wir uns die großen Fässer mit Wein im Keller an. Was vielen sehr gut gefallen hat, war der Zeremonieraum, da wir dort ein Brot aus Mehl und Traubenkernen probieren durften, welches auch sehr gut schmeckte. Nach dieser spannenden Führung, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Villánykövesd. Dies ist ein kleines Dorf, in dem auch viele Weinkeller liegen und uns wurde von den Ausstauschschülern etwas über den Ort erzählt. Nach diesem kurzen Zwischenstop fuhren wir weiter nach Siklós, wo wir eine Burg besichtigten. Bei dieser Führung lernten wir viele interessante Dinge über die Geschichte der Burg und sahen einige Räume, die uns das frühere Leben auf der Burg und auch die Geschichte noch einmal veranschaulichten. Zum Beispiel konnten wir uns die alte Kapelle und eine Folterkammer anschauen und anschließend den Ausblick über die umliegende Landschaft von der Burgmauer aus genießen. Zum letzten Punkt unseres Programmes gehörte die Besichtigung einer naheliegenden Wallfahrtskirche in dem Ort Máriagyűd, wo Maria einzelnen Personen im 18. Jahrhundert erschienen sein soll. Danach ging es wieder zurück zur Schule und wir konnten den Nachmittag frei gestalten. Viele nutzten diese Zeit, um im Árkád, einem großen Einkaufszentrum, shoppen zu gehen. Auch haben einige die Stadt noch ein bisschen erkundet und sind zu einem Platz gegangen, von dem man einen sehr schönen Blick über die Stadt hatte. Nach diesem ereignisreichen Tag, waren alle sehr froh am Abend wieder in den Gastfamilien zu sein und den Tag bei einer Runde UNO oder beim gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen.

Am Dienstag, den 11.10.22 trafen wir uns um 8.45 Uhr am Zsolnay-Viertel in Pécs und starteten den Tag direkt mit einer Führung durch das Viertel. Diese Führung war sehr interessant und spannend, da man viel über das Zsolnay-Viertel lernen konnte und die Gebäude dort sehr schön verziert sind. Nachdem wir alles bewundert hatten, ging es für uns weiter zum Mausoleum der Zsolnay Familie, welches sehr eindrucksvoll gebaut ist. Ganz in der Nähe des Zsolnay-Viertels steht das Kodály Zentrum, eine große moderne Konzerthalle in Pécs, welche wir uns im Anschluss an die Führung durch das Viertel auch anschauten. Wir bekamen dort eine sehr spannende Führung durch das eindrucksvolle Gebäude und abschließend gaben uns einige unserer Austauschpartner noch eine kleine Vorstellung auf der Bühne, was allen sehr gut gefiel und mit viel Applaus belohnt wurde. Nach dieser Führung gab es schon Mittagessen und alle freuten sich über die Pizza. Gestärkt konnten wir danach weitermachen mit einer kleinen Projektarbeit zum Thema „Theater“. Dafür wurde uns zunächst etwas über Theater und Balladen gezeigt und danach wurden wir in Kleingruppen eingeteilt und studierten eine Ballade ein, die wir anschließend den anderen Gruppen vorführten. Nach den Vorführungen war das Programm für den Tag beendet und wir hatten Freizeit mit unseren Austauschpartnern. Diese Zeit wurde wieder dafür genutzt, ins Árkád zu gehen, um zu shoppen, aber auch Ausflüge zum nahegelegenen Fernsehturm durften nicht fehlen. Von dort hat man einen sehr schönen Ausblick auf Pécs. Und damit war auch dieser Tag schon wieder zu Ende.

Am Mittwoch, den 12.10.22 trafen wir uns am Morgen alle in der Schule, um den Elternabend, der am Abend stattfinden sollte, vorzubereiten. Dafür studierten wir einiges ein und machten uns auch an unsere Projektarbeit. Nachdem die Schule aus war und wir Freizeit hatten, gingen viele wieder ins Árkád. Diesmal allerdings hauptsächlich, um etwas zu essen. Danach fingen wir schon mal an, unsere Koffer für die Abreise am nächsten Tag zu packen. Am Abend trafen sich dann alle wieder in der Schule zum Elternabend. Dort wurden Gedichte sowohl auf Deutsch als auch auf Ungarisch vorgetragen und eine Fotostory gezeigt. Außerdem trugen wir alle zusammen das „Fliegerlied“ vor. Allen gefiel der Abend sehr gut und im Anschluss wurde noch gemeinsam vom Buffet gegessen, zu dem alle unsere Gastfamilien etwas beigesteuert hatten, was allen sehr gut geschmeckt hat. Den Abend ließen wir mit gemeinsamen Feiern und Tanzen ausklingen.

Am Donnerstag, den 13.10.22 stand auch schon unsere Abreise an. Nachdem wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedet hatten, gab es noch ein gemeinsames Frühstück in der Schule. Dann war es leider schon Zeit für den Abschied von unseren Austauschpartnern, was allen sehr schwer fiel und sehr tränenreich war. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Deutschland und kamen spät am Abend endlich wieder in Damme an.
Wir hoffen auf ein Wiedersehen mit unseren Austauschpartnern und wir sind uns einig, dass dieser Austausch eine tolle Erfahrung war, für die wir wirklich sehr dankbar sind. Wir würden es auf jeden Fall noch einmal machen.

Luise B. (Austauschpartnerin von Emese)

An dem Elternabend präsentierten Sophia G., Julia R., Neele Z. und Jana H. ihr Gedicht über den Ungarn-Austausch:

Wiedersehen in Pécs

Die Reise nach Ungarn war lang,
Am Ende kamen wir heil an.
Die letzten Meter vor dem Ziel,
Die Aufregung uns befiel.
Die Wiedersehensfreude war groß
Und wir fuhren mit den Gastfamilien los.

Das Rathaus war sehr interessant
Und auch die Stadtführung war sehr spannend.

Am Freitag traten wir die Reise nach Orfü an
Und die sportliche Aktivität begann.
Viele Eltern halfen beim Kochen mit
Und das Drachenbootfahren hielt uns fit.

Am Wochenende fuhren manche nach Budapest
Und am Samstag gab es ein großes Fest.
Shoppen und der Plattensee waren auch beliebte Ziele
Und somit besuchten sie viele.

Der Besuch im Weinkeller in Villany war uns ein Vergnügen
Und auch die Burgaussicht genossen wir in vollen Zügen.

Das Zsolnay-Viertel ist farbenfroh
Und das Konzerthaus gefiel uns sowieso.
Im Theater-Workshop lernten wir viel,
Vor allem über Balladen und das praktische Spiel.

Morgen müssen wir leider gehen,
Aber wir hoffen auf ein Wiedersehen.
Wir bedanken uns bei allen für die tolle Zeit
Und machen uns nun für die Abreise bereit.

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„On the move“

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