Besuch aus Vechta im Seminarfach
Im Rahmen des Seminarfachs „Schule der Zukunft“ von Frau Suerkamp durfte unsere Schule kürzlich zwei besondere Gäste begrüßen: Frau Nasch und Frau Hedtfeld, Schulleitung an der Alexander- und Martin-Luther-Schule in Vechta. Beide berichteten eindrucksvoll über innovative Wege und Konzepte, die an ihrer Schule bereits umgesetzt werden – mit dem Ziel, Lernen zeitgemäßer, gerechter und individueller zu gestalten.
Individuell lernen statt Gleichschritt
Ein zentraler Bestandteil ihres Konzepts ist die sogenannte Übezeit: Statt klassischer Hausaufgaben üben die Schüler*innen täglich im Unterricht grundlegende Kompetenzen – in individuell angepasstem Tempo. So werden alle dort abgeholt, wo sie stehen – unabhängig von häuslichen Voraussetzungen.
Flexible Räume, neue Lernformen
Die Schulräume wurden bewusst umgestaltet: ehemalige Lehrerzimmer oder „doppelte“ Fachräume wurden zu Bibliothek, Ruheraum, Spieleraum oder Schulküche. Es gibt kaum starren Frontalunterricht – stattdessen vielfältige Arbeitsphasen, gemeinsame Tagesstarts im Morgenkreis und kreative Präsentationen beim Wochenausklang. Dort zeigen die Kinder auf einer Bühne, was sie in der Woche gelernt haben – von Gedichten über Musik bis zu kleinen Theaterstücken.
Selbstständigkeit und Gemeinschaft
Digitale Tools, reflektierende Lernformate wie das „Marlibu“-Heft, Sozialtrainings (z. B. „Lubo aus dem All“) und die Ausbildung von Streitschlichter*innen stärken die Persönlichkeit der Kinder ebenso wie ihre Lernkompetenz. Belohnungssysteme oder Notendruck stehen dabei bewusst nicht im Vordergrund – stattdessen zählt das individuelle Vorankommen.
Zwei Schulen – ein gemeinsamer Weg
Die Martin-Luther-Schule und die Alexanderschule haben sich in einem Schulverbund vereint und treten heute unter dem gemeinsamen Namen „Marlex“ auf. Der Zusammenschluss brachte zunächst Herausforderungen mit sich, doch durch das große Engagement der Kollegien entwickelte sich ein starkes gemeinsames Profil.
Ein Vorbild für andere Schulen?
Die Einblicke aus Vechta haben deutlich gemacht: Schule kann auch anders funktionieren. Mit Mut, Teamgeist und einem klaren Blick auf die Bedürfnisse der Kinder lässt sich ein Lernumfeld schaffen, das Zukunft hat – und in dem Kinder gerne lernen. Herzlichen Dank an Frau Nasch und Frau Hedtfeld für den inspirierenden Austausch und die spannenden Impulse!










