In Verschiedenheit geeint

15. April 2020Allgemein, Europaschule, Schule mit Courage, Schulleben

Trotz Corona-Auszeit unvergessen: 6. Europawoche ein voller Erfolg

Schnell füllte sich am Freitag (06.03.20) zu Beginn der zweiten großen Pause die Pausenhalle. Fünftklässler wie Oberstufenschüler scharten sich um die Blechbirds, die vor der bunten Steinmauer auf ihren Einsatz warteten. Auf ein Zeichen der Dirigentin Bettina Strubberg-Hansen ertönten die vertrauten Klänge der Europahymne, die traditionell der Abschlussveranstaltung der Europawoche einen würdigen Rahmen verleihen.

Ein halbes Jahr nach der respektablen Rezertifizierung des Gymnasiums Damme als „Europaschule in Niedersachsen“ fand die 6. Europawoche vom 02.-06.03.2020 statt. Das bewährte Konzept der Europawoche sieht vor, dass Europainhalte und -bezüge der einzelnen Fächer gebündelt in dieser Woche unterrichtet werden: Ob Nationalhymnen einzelner europäischer Länder, Europapolitik, Reiseführer, europäische Landesgeschichte, Postkarten zum Thema, europäische Physiker, mathematische Knobeleien rund um Europa, der Wolf als europäisches Problem (?) oder vieles mehr. Jedes Fach bot mindestens in einem Jahrgang einen solchen Europabezug an. Teilweise sogar in mehreren Jahrgängen, sodass das fachgebundene Angebot deutlich gesteigert werden konnte. Zusätzlich zum Unterricht hatte sich das Europateam wieder eine Menge einfallen lassen. Neben Fahnen, Infotisch und europäischen Angeboten in der Mensa, gab es an jedem Tag erneut verschiedene Pausenaktionen.

Tombola und Sprachencafé am Montag. Wie in den vergangenen Jahren konnten die Schüler die Gelegenheit nutzen, etwas über andere Sprachen zu lernen. Türkisch, Dänisch, Rumänisch, Albanisch, Portugiesisch, Spanisch und viele weitere mehr. Diese Vielfalt und Verschiedenheit an Sprachen, die allein in unserer Schulgemeinschaft zu finden ist, ist sehr beeindruckend. „Danke!“ an alle Schüler, die sich bereit erklärten, ihre (Mutter-)Sprache als Experten einer sehr interessierten Schülerschaft zu präsentieren. Ergänzt wurde dieses Angebot durch eine Europatombola. Wieder einmal hatte die Europaunion dem Gymnasium Europatassen, Aufkleber, Lesezeichen und weitere interessante Preise zur Verfügung gestellt. Mit 50 Cent war man dabei und konnte sich in jedem Fall über einen Gewinn freuen. Entsprechend schnell waren auch sämtliche Lose verkauft. An dieser Stelle dankt das Gymnasium der Europaunion und ihrem Kreisvorsitzenden Wolfgang Zapfe für die großzügige Unterstützung. Mit dem Erlös der Tombola konnte ein Bowlinggutschein finanziert werden, über den an späterer Stelle berichtet wird.

„Ob du recht hast oder nicht, sagt dir gleich das Licht“, wer kennt diesen Satz nicht? Auf der Suche nach etwas Neuem war im Europateam die Idee aufgekommen, das beliebte Wissens- und Ratespiel „1, 2 oder 3“ mit der Schülerschaft zu spielen. Auf einer großen Leinwand wurden am Dienstag die Fragen präsentiert, die die Schüler beantworteten, indem sie sich auf die drei mit Kreppband auf den Boden der Pausenhalle markierten Felder stellten. Angesichts der zahlreichen Schüler waren die Ausgrenzungen der Felder mitunter kaum mehr zu erkennen, aber dies spielte keine Rolle, wartete doch jeder auf das Erscheinen von Angelika Horn, die sich vor das richtige Feld stellte und das Licht erleuchten ließ. Gekonnt und kurzweilig führte Dennis Leibeling durch das Programm, das durch das Pausenklingeln ein jähes, viel zu frühes Ende fand, aber ganz sicher im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

„Auf in die Aula“, hieß es am Mittwoch. Im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs waren verschiedene Kurzfilme entstanden, die nun der Schulöffentlichkeit im Kinoformat präsentiert wurden. Eine tolle Erfahrung für die jungen Regisseure und Darsteller. Das wohlwollende Publikum bedachte jeden Beitrag mit ausgiebigem Applaus. In den einzelnen Filmen ging es um Diskriminierung, Klimawandel, Frieden und die Wahrnehmung Europas. Wichtige und aktuelle Themen, die in originellen, kreativen und schon sehr professionellen Kurzfilmen präsentiert wurden. Friederike gr. Austing hatte die einzelnen Kurzfilme aus verschiedenen WPU-Kursen gesammelt und zu einem pausenfüllenden Programm arrangiert.

Donnerstag: Sirtaki tanzen wie Anthony Quinn im Filmklassiker „Alexis Sorbas“ (1964). Auch wenn der Sirtaki streng genommen kein echter griechischer Volkstanz ist, wurde er doch für den Film „Alexis Sorbas“ erfunden, weil Quinn angeblich Schwierigkeiten hatte, traditionelle Tänze zu lernen. So mischt der Sirtaki Elemente der griechischen Tänze Chasapiko und Syrtos und ist gerade wegen seiner einfachen Schrittfolge und seiner mitreißenden Musik prädestiniert für ein Pausenhappening. Um 9:30 Uhr traf sich die Schulgemeinschaft in der Pausenhalle, um unter der fachkundigen Anleitung von Sportlehrerin Kirsten Sieverding und Schülerinnen ihres Sportkurses zu griechischen Klängen das Tanzbein zu schwingen. Eine rundum gelungene Aktion, die bisher in jeder Europawoche die Schüler in großer Zahl auf die Tanzfläche der Pausenhalle gebracht hat.

Das große Finale, die Abschlussveranstaltung der Europawoche stand am Freitag in der zweiten großen Pause an, gab es doch in den verschiedensten Wettbewerben Sieger zu verkünden und auch Preise zu vergeben.

So wurden die Schulsieger des Europäischen Wettbewerbs geehrt, an dem in diesem Jahr gleich drei WPU-Kurse teilgenommen hatten. Den drei Lehrern Anke Westerkamp, Eva Bachmann und Michael Hansen fiel es angesichts herausragender Wettbewerbsbeiträge nicht leicht, einen Schulsieger zu küren, und so einigte man sich darauf, diesen Titel zweimal zu verleihen. Zum einen wurden Anna Witte, Lucy Alwinski und Lea-Sophie Arens aus dem WPU-Journalismus (Jg. 8) für ihren eindrucksvollen Podcast ausgezeichnet, der durch O-Töne eines Flüchtlings und einer UNICEF-Mitarbeiterin das Menschenrecht auf Asyl unmittelbar aufzeigt. Zum anderen wurden Melina Gräfe, Thea Burdiek und Levi Ungemach für ihr mehrsprachiges Erklärvideo zum Thema Klimawandel gewürdigt, welches nicht nur die Herausforderungen und Probleme, sondern auch Lösungsmöglichkeiten gut verständlich und nachdrücklich präsentiert. Eva Bachmann überreichte den Schülern eine Urkunde. Ihre und weitere Beiträge der Schule wurden nach Hameln geschickt, wo diese sich mit Beiträgen aus ganz Niedersachsen messen dürfen und hoffentlich weiter zum Bundesentscheid nach Berlin geschickt werden. Ein erster Schritt ist getan, jetzt heißt es abwarten.

Analog zum Vorlesewettbewerb im Fach Deutsch, der im Jahrgang 6 jedes Jahr vor Weihnachten an den Schulen stattfindet, hat die Fachgruppe Englisch einen englischen Vorlesewettbewerb für den Jahrgang 7 ins Leben gerufen, der nun schon zum wiederholten Mal in der Europawoche stattgefunden hat. Nach hervorragenden Lesevorträgen war die Entscheidung gefallen für Salome Bohlke aus der 7b (1. Platz), Siham Assoum aus der 7c (2. Platz) und Lina Vallo aus der 7a (3. Platz). Fachobfrau Bettina Dieler überreichte den drei Bestplatzierten Büchergutscheine, die der Förderverein für diese tollen Leistungen gespendet hatte.

Nach einer spontanen Tanzvorführung der Spanisch-WPUs erreichte die Abschlussveranstaltung ihren Höhepunkt, da alle Klassen und Kurse beim Wochenquiz mitgerätselt hatten. Von Montag bis Donnerstag mussten Fragen zu einem europäischen Land beantwortet werden. Fragen wie „Edward Munch ist Norwegens berühmtester Maler. Eines seiner Werke wurde im Jahr 2012 für knapp 120 Millionen Dollar versteigert. Wie heißt es?“ oder „Das kleine Land Luxemburg im Dreiländereck zwischen Belgien, Deutschland und Frankreich hat drei Amtssprachen – welche? Deutsch, Französisch und …“. Mithilfe der Antworten konnte dann die Lösung herausgefunden werden, die ganz dem Grundgedanken der Europäischen Union entspricht: „In Verschiedenheit geeint.“ Aus den vielen richtigen Lösungen wurde dann der Bogen der 7d gezogen. Die glücklichen Sieger dürfen sich über einen Bowlinggutschein freuen.

Abschließend ließen die Blechbirds zum zweiten Mal an diesem Freitagvormittag die Europahymne ertönen und sorgten für einen stimmungsvollen und angemessenen Ausklang der 6. Europawoche.

Zum Erfolg dieser Europawoche haben wieder einmal viele Schüler und Lehrer mit ihrem großartigen Engagement beigetragen, allen diesen danke ich hier. Namentlich nennen möchte in an dieser Stelle meine Mitstreiter im Europateam. Ohne Eva Bachmann, Katharina Brinkhoff, Bettina Dieler, Angelika Horn, Thomas Köhler und Dennis Leibeling würde es diese Europawoche mit ihren zahlreichen Höhepunkten nicht geben. Herzlichen Dank!

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