Kursfahrt nach Mailand – 13MA12, 13EN12 und 13DE11
Endlich war es so weit: Die Kursfahrt der Deutsch-, Mathe- und Englisch-LKs nach Mailand stand an! Wir trafen uns am Sonntag müde, aber aufgeregt vor der Schule. Die Stimmung war irgendwo zwischen „endlich weg von Zuhause“ und „was für eine lange Fahrt?!“. Bevor wir dann am Mittag des nächsten Tages dann in Mailand unsere Zimmer bezogen, hieß es: Koffer abstellen und erstmal die Stadt unsicher machen. Mailand begrüßte uns mit Sonne. Der Abend startete mit einem großen gemeinsamen Essen im italienischen Restaurant La Capelletta: Pizza, Pasta, Schnitzel – für jeden war etwas dabei (ja, auch für die, die in Italien tatsächlich ein Schnitzel bestellen mussten). Der Geräuschpegel dementsprechend hoch – viele Gespräche, viel Lachen und ein leckeres italienisches Essen. Danach verteilte sich die Gruppe dann noch in der Stadt. Mailand bei Nacht? Definitiv sehenswert! Um 23:00 Uhr mussten dann alle wieder im Hotel sein. Natürlich gab es eine „Lehrerkontrolle“ – wie in einem Krimi, nur ohne Taschenlampe und weniger spannend. Fazit des Tages: Ein anstrengender, aber großartiger Start in unsere Kursfahrt. Wir waren platt, aber glücklich – und das Beste: Es ist ja erst der Anfang. Gute Nacht, Mailand!
Am Dienstag stand endlich die Besichtigung der Mailänder Innenstadt auf dem Programm. Vormittags fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum, wo wir in zwei Gruppen aufgeteilt eine Stadtführung erhielten. Dabei konnten wir einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken – darunter das beeindruckende Stadtschloss Castello Sforzesco sowie die elegante Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II. Besonders beeindruckt hat uns jedoch der majestätische Mailänder Dom, eine der größten Kirchen der Welt. Im Anschluss hatten wir zum ersten Mal Zeit, die Innenstadt auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend durfte natürlich ein gemeinsames Fußballerlebnis nicht fehlen – das Champions-League-Spiel wurde von einigen mit Begeisterung verfolgt.
Am Mittwoch besuchten wir den Lago Maggiore. Wir wurden mit einem kleinen Boot auf die Insel Isola Bella gebracht. In den engen Gassen mit ihren zahlreichen Souvenirgeschäften und Cafés ließ es sich wunderbar bummeln. Besonders beeindruckend war der barocke Palazzo Borromeo, ein Museum mit prächtigen Gemälden, Wandteppichen, Skulpturen und historischen Möbeln. Der angrenzende Garten mit seinen kunstvollen Skulpturen und exotischen Pflanzen rundete den Besuch ab. Zurück am Festland blieb noch etwas Zeit, um die Umgebung zu genießen – und einige Mutige wagten sich sogar ins kalte Wasser des Sees.
Am Donnerstag standen mehrere Programmangebote zur Auswahl: Frau Trimpe-Olberding machte sich mit ihrem Deutsch-Lk zuerst auf den Weg zur Pinacoteca Ambrosiana, eine der bekanntesten Kunstgalerien Mailands. Dort gibt es über 1.500 Gemälde und Skulpturen zu sehen, unter anderem Werke von Leonardo da Vinci und Caravaggio. Danach ging es weiter in die Armani Silos, ein Museum, das von Giorgio Armani selbst eingerichtet wurde. Die vielen unterschiedlichen Looks und Kleider, die dort ausgestellt wurden, waren sehr beeindruckend und gerade nach dem Tod von Giorgio Armani war es für uns eine besondere Ehre, die Ausstellung besuchen zu dürfen. Außerdem waren wir begeistert von der Architektur und dem Stil des Gebäudes: schwarze Wände, hohe Decken und ein riesiges, offenes Treppenhaus. Parallel zu den Museumsbesuchen stand für einige von uns der Besuch im San-Siro-Fußballstadion mit Herrn Buschenlange und Herrn Ellerbrake an. Für die Fußball-Liebhaber war es eine interessante Erfahrung, mal hinter die Kulissen schauen zu können. Der Mathe-LK von Herrn Ellerbrake besuchte nachmittags das Da Vinci Museum, in dem es neben vielen Modellen und Zeichnungen von Leonardo da Vinci vor allem auch viel Technik zu entdecken gab. Auch dieses Museum war einzigartig und total spannend, vor allem weil man die Werke und Arbeit von Da Vinci in echt und nicht nur im Internet oder Fernsehen betrachten konnte. Der Nachmittag wurde vom Englisch-Lk von Herrn Buschenlange auch besonders gut genutzt, denn wir nahmen an einem italienischen Kochkurs teil. In einem Restaurant wurde uns von einer Köchin gezeigt, wie man original italienische Pasta und Tiramisu zubereitet. An diesem Tag konnten wir tolle, interessante und neue kulturelle Dinge kennenlernen und entdecken, an die wir uns gerne zurückerinnern.
Bevor es dann am Freitag zurückging, standen zwei zeitversetzte Bootsfahrten auf dem Naviglio Grande auf dem Programm, einem der ältesten und bekanntesten Kanäle Mailands. Früher wurde er genutzt, um Baumaterial für den Bau des Mailänder Doms in die Stadt zu transportieren. Heute ist die Gegend rund um den Naviglio ein angesagtes Viertel mit Cafés, kleinen Boutiquen und Straßenkunst. Die Zeit vor und nach den Bootsfahrten genossen wir noch ein letztes Mal die schöne Stadt und alle Möglichkeiten, die sie uns geboten hat. Die Ankunft in Damme war bereits zweieinhalb Stunden früher als geplant und wir alle standen gesund und munter um 6:30 Uhr morgens am Samstag wieder vor der Schule. Insgesamt war die Kursfahrt nach Mailand eine tolle Reise und eine unvergessliche Erfahrung mit vielen spannenden Eindrücken, von Kunst und Mode über Technik bis hin zu italienischem Essen, die sicher niemand so schnell vergessen wird. Ein Dankeschön auch an Frau Trimpe-Olberding, Herrn Buschenlange und Herrn Ellerbrake für die schöne Zeit mit Ihnen!
Tamina Ponto, Greta Lampe und Melina Schimpf (13DE11)









