Den Schülerinnen und Schülern eine Stimme geben – Die Juniorwahl

27. September 2021Allgemein, Bildungsangebote, Europaschule, Schulleben

In der Woche vom 20.09. bis zum 24.09.21 haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8-13 am Gymnasium Damme eine sehr lehrreiche und spannende Zeit verbracht. Bereits zum dritten Mal nach 2013 und 2017 führte die Fachgruppe Politik, professionell organisiert von der Fachobfrau Julia Niehoff, die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 durch. Diese wird gefördert durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Die Juniorwahl wird seit 1999 als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen durchgeführt. Insgesamt haben in diesem Durchgang knapp 1,4 Millionen Jugendliche an 4.500 Schulen an der Juniorwahl teilgenommen.

Bei der Juniorwahl geht es um die Simulation und das Erleben von Demokratie im Mikrokosmos Schule. In den Wochen vor der Bundestagswahl am 26.09.21 stand das Thema „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan. Die Fachkollegen und Fachkolleginnen bereiteten die Schülerinnen und Schüler inhaltlich auf die Wahl vor, so wurden z.B. ausführlich die Wahlprogramme der Parteien präsentiert. Überdies konnten sich die Schülerinnen und Schüler an Stellwänden in der Pausenhalle über die Ziele und Inhalte der Parteien sowie den Ablauf und die Funktion von Wahlen in der Demokratie informieren.

Besonderes Lob gebührt Matthias Schlarmann, dem Kurslehrer des Politik-Leistungskurses PO 11 (Jahrgang 13), für sein großes Engagement sowie den Schülerinnen und Schülern seines Kurses, die in Zweierteams den Jahrgängen 8-10 in kompetenter und altersadäquater Weise das Wahlsystem erläuterten sowie die Dekoration der Pausenhalle durchführten. Außerdem waren die Kursteilnehmer als Wahlhelfer eingesetzt und ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, die derzeit keinen Politikunterricht genießen können, trotzdem zu wählen. Darüber hinaus zählten die Schülerinnen und Schüler des Kurses PO11 am Freitag vor der Bundestagswahl die Stimmzettel aus und hielten das Wahlergebnis fest.
In den Klassen wurden Wahlhelfer sowie ein Wahlvorstand benannt, die im Vorfeld der Wahl die Wählerverzeichnisse angelegt sowie die Wahlbenachrichtigungen vorbereitet haben, sodass die Schülerinnen und Schüler aktiv Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Wahl übernahmen. Weiterhin erlebten die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise ein realistisches Wahlflair, da Wahlhelfer, realitätsnahe Wahlkabinen, Wahlurnen sowie “richtige“ Stimmzettel zum Einsatz kamen.

Aufgrund der geltenden Hygienemaßnahmen wählten die Schülerinnen und Schüler, abweichend vom Procedere von vor 4 Jahren, klassen- und kursweise während des Politikunterrichts. Die Stimmabgabe erstreckte sich somit über die gesamte Woche. Um Unterrichtsstörungen aufgrund der offenen Klassenraumtüren möglichst zu vermeiden, aber dennoch eine geheime Stimmabgabe zu gewährleisten, wählten die Schülerinnen und Schüler im Foyer, der Pausenhalle und dem kleinen blauen Bereich in der Hauptschule.

Auf diese Weise gelang eine schülernahe und lebendige Auseinandersetzung mit Politik, diese ist vor dem Hintergrund, dass eine Demokratie nur dann stabil ist, wenn sie von innen gelebt und gestärkt wird, besonders relevant. Die Schülerinnen und Schüler konnten erfahren, dass sie eine Stimme haben und eine verantwortliche und aktive politische Partizipation auch und besonders in jungen Jahren wichtig ist, da die junge Generation die Zukunft des Landes darstellt. So konnten Mitgestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt sowie Begeisterung und Interesse am demokratischen Prozess geweckt werden. Hierin sieht die Fachgruppe Politik einen pädagogisch besonders wichtigen Auftrag, um einer möglichen Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. In diesem Kontext konnten die Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 8-13 eine Rückmeldung zur Juniorwahl abgeben. Die Statements zeigten jahrgangsübergreifend eine sehr positive Resonanz auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, welche besonders betonten, dass die Juniorwahl das Interesse an Politik geweckt sowie die Auseinandersetzung mit Parteien und die Kompetenz bezüglich des Wahlsystems gefördert habe. Diese Rückmeldungen sowie das Wahlergebnis und die Wahlbeteiligung erlauben, eine vertiefende Wahlanalyse durchzuführen sowie Rückschlüsse auf das Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler zu ziehen.

Das Ergebnis der Juniorwahl wurde am Wahlsonntag (26.09.21) um 18.00 Uhr veröffentlicht (www.juniorwahl.de). Hier sind auch die Ergebnisse für die einzelnen Schulen sichtbar.

Vor diesem Hintergrund sprach die Organisatorin Julia Niehoff von einem vollen Erfolg des Projekts und verwies auf die Wahlbeteiligung von 83,5 % am Gymnasium Damme, in der sich das große Interesse seitens der Schülerschaft widerspiegelt.

 

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