Ein grüner Grinch, viel Lampenfieber und ganz viel Herz
Die Aula war festlich geschmückt, die Lichter gedimmt, und ein leises Murmeln erfüllte den Raum – die perfekte Kulisse für die diesjährige Adventliche Stunde. Besonders gespannt blickte das Publikum auf die Klasse 6b von Frau Brinkmeier, die sich, wie sich herausstellen sollte, etwas ganz Besonderes vorgenommen hatte.
Schon seit Anfang November wurden in der Verfügungsstunde Ideen gesammelt, verworfen und schließlich konkretisiert. Herausgekommen ist ein Mini-Sketch mit dem Titel „Der Grinch“, der komplett selbst geschrieben wurde. Schnell zeigte sich, dass kreatives Chaos zum Prozess dazugehört. Eliz erzählt: „Am Anfang waren wir uns überhaupt nicht einig, um was es gehen soll, aber dann haben uns entschieden, dass es um den Grinch gehen soll.“
Großer Aufwand für ein perfektes Ergebnis
Und dann ging die Arbeit richtig los: Rollen verteilen, Texte schreiben, Szenen ausprobieren. Clemens erzählt: „Wir haben insgesamt fünfzehn Sprechrollen eingebaut.“ Die Frage, wer welche Rolle bekommt, löste die Klasse pragmatisch – mit einer Art Casting, ganz professionell. Um die Kostüme kümmerte sich ein kleines Team aus Frau Brinkmeier und engagierten Schülerinnen und Schülern. Ganz ohne Schwierigkeiten lief der Weg bis zur Premiere nicht. Besonders beim Einstudieren des Tanzes der Engel ging es, wie einige Schülerinnen lachend berichten, „etwas chaotisch“ zu, es ist ja auch ungewohnt, als Junge plötzlich ein Tutu zu tragen. „Am Anfang hat noch nicht alles geklappt“, sagt Thea. Und bei der Generalprobe zeigte sich: Damit später wirklich alles reibungslos läuft, müssen einige Abläufe immer wieder geprobt werden.
Am 09. Dezember war es dann endlich soweit. Schon am Vormittag lag während des Unterrichts spürbare Aufregung und Vorfreude in der Luft. Ein großes Thema war bis zuletzt: Schafft es der Bollerwagen heil auf die Bühne? Und: Klappt das Timing? Stimmen die Geräuscheffekte?
Bereits eine Stunde vor Beginn traf sich Frau Brinkmeier mit Schülern und Eltern, um sich bei Keksen und Snacks gemeinsam einzustimmen. Zuerst konnte die Klasse noch die tollen Beiträge der anderen Klassen genießen. Hinter der Bühne hieß es dann allerdings: absolute Ruhe – gar nicht so einfach, hier trotz Aufregung gelassen und leise zu bleiben.
Und dann: Vorhang auf!
Der Sketch – rund zehn Minuten lang – brachte die Zuschauer zum Lachen, zum Staunen und sogar ein bisschen zum Nachdenken. Toni bringt den Inhalt des Mini-Theaterstücks auf den Punkt: „Der Grinch ist ein grüner Typ, der allen Menschen das Weihnachtsfest versauen will!“ Die Jugendsprache-Einwürfe wie „Haste Pech!“, „Digga“ oder „Nicht so deep“ sorgten für einige Schmunzler. „Der Grinch“ war ein würdiger Abschluss der Adventlichen Stunde des Jahrgangs 6. Die Kreativität und der Mut der 6b wurden am Ende dann noch mit einer besonderen Ehre belohnt: Die Klasse wurde dazu ausgewählt, ihr Werk noch einmal „vor den Großen“ im Rahmen der Weihnachtsshow am letzten Schultag zu präsentieren!









