2022 geht es auf die großen Rennstrecken

12. Januar 2022Allgemein, Personen

Adrian Rzicznys Motorsporteinstieg ist geglückt / Nächste Saison fährt der Vördener die Eau Rouge in Spa
Hockenheim, Zandvoort, Spa-Francorchamps und Nürburgring, wenn Adrian Rziczny an diese Orte denkt, schlägt sein Herz schneller. Der 17 Jahre alte Vördener ist Rennfahrer – und darf nächstes Jahr auf einigen großen Rennstrecken um die Wette fahren.
Eigentlich sollte alles schon 2020 los gehen – doch Corona machte Adrian Rziczny einen Strich durch die Rechnung. Der Schüler vom Gymnasium Damme will seit seiner Kindheit Rennfahrer werden. Kein Wunder, es wurde ihm schließlich in die Wiege gelegt. Vater Christian Rziczny ist seit langer Zeit Rennfahrer, fuhr oftmals bei der „Rundstrecken-Challenge Nürburgring“ mit – und nahm dort auch schon am berühmten 24-Stunden-Rennen teil.

Früher fuhr Adrian Rziczny oft mit zu den Rennwochenenden seines Vaters. Privat drehte er hier und da seine Runden im Kart – und in diesem Jahr ging es dann für ihn selbst so richtig los. Im Automobil-Slalom sollte Adrian Rziczny, der hobbymäßig Songs schreibt und als DJ auflegt, erste Erfahrungen sammeln. „Es war eine gute Gelegenheit, um präzises Fahren zu lernen und dabei trotzdem im Wettbewerb mit Blick auf die Stoppuhr schnelle Zeiten zu erzielen“, sagt sein Vater.

Und Adrian Rzicznys Einstieg verlief erfolgreich. Im „Slalom“ erreichte der Vördener den ersten Platz im ADAC Weser-Ems Slalom Youngster Cup, den dritten Platz in der Niedersächsischen Slalom Junioren Meisterschaft und in der Endausscheidung der besten Landesvertreter den 23. Platz bei der Deutschen Junioren Slalom-Meisterschaft 2021. Er sagt: „Es war wichtig, dass ich konstant und sauber gefahren bin.“ Auch im ADAC Weser-Ems Clubsport Rallyesprint konnte das Gespann – Adrian fuhr dort mit seinem Vater – mit der Spitze mithalten, am Ende gab es den vierten Platz.

Nach seiner Debütsaison unterschrieb Adrian Rziczny beim Team „Morts Tuning“. 2022 geht er im BMW-318ti-Cup an den Start. Gefahren wird im serienmäßigen BMW 318ti des Teams. Lediglich aerodynamische Bauteile, ein Sportfahrwerk und ein Sicherheitspaket unterscheiden den Wagen von der Straßenversion das Auto ist 150 PS stark und erreicht in der Spitze 240 km/h. Adrian Rziczny sagt: „Ich habe auf jeden Fall Respekt davor. Aber ich werde entspannt an die Sache rangehen.“

Der Saisonauftakt ist am 5./6. März in Hockenheim. Danach geht es über die Stationen Zolder, Zandvoort, Assen, Spa-Francorchamps und Lausitzring zum Finale auf den Nürburgring vom 14. bis 16. Oktober. Er fährt somit auf einigen Strecken, auf denen auch die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1, zu Gast ist. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Adrian Rziczny ehrfürchtig.

Eine Herausforderung, die ihren Preis hat. Der Schüler verrät, dass die gesamte Saison rund 25000 Euro kosten wird. „Je nachdem, wie viele Schäden dazukommen“, merkt er schmunzelnd an. Dieser Preis sei bereits ein „Schnäppchen“, normalerweise würden teilweise bis zu 35000 Euro fällig werden. Unterstützt wird Adrian Rziczny von zwei Sponsoren.

Nicht nur finanziell gibt es große Unterstützung. Bei „Morts Tuning“ hat er drei Teamkollegen, die allesamt erfahren sind. Der diesjährige Klassenmeister Sebastian Vollak, der Vorjahresmeister Kevin Walter und Henrik Schnurbusch sind an seiner Seite. Adrian Rziczny ist sich sicher, dass sie ihn gut coachen und Stück für Stück nach vorne bringen können.

Im ersten Jahr gehe es für ihn darum, sich an das Auto, das Tempo und die Rad-an-Rad-Kämpfe zu gewöhnen. Das muss er auch: Immerhin werden rund 50 Fahrer pro Rennen (jeweils zwei pro Rennwochenende) an den Start gehen. Zudem will er weiter lernen, wie Setups gebaut und optimiert werden. Das macht er gemeinsam mit seinem Team, das mit ihm die Setups durchspricht, sich um seine Boxenstopps kümmert und die Daten analysiert.

Für die weitere Zukunft sieht er die ADAC-GT4-Germany-Serie als nächsten Schritt. „Das wäre aber auch schon ein großer“, gibt er zu. Jetzt heißt es erst mal: mit mehr als 200 km/h die Eau Rouge in Spa hochbretttern.

Sebastian Hanke (Oldenburgische Volkszeitung, 15.12.2021)

 

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