Der gute Geist des Gymnasiums geht

3. September 2026Allgemein, Personen

Verabschiedung von Maria Hoffmann in den Ruhestand

Es gibt Menschen, die prägen einen Ort so sehr, dass man sich ihn ohne sie kaum vorstellen kann. Maria Hoffmann ist solch ein Mensch für unsere Schule. Am 27. August 2026 verabschiedete die Schulgemeinschaft Maria Hoffmann nach mehr als 30 Jahren Dienstes in den wohlverdienten Ruhestand – und zurück bleibt eine Lücke, die sich nicht so einfach schließen lässt.

Begonnen hat alles am 1. April 1996. Maria Hoffmann trat ihren Dienst als Reinigungskraft in der Sporthalle an. Zwanzig Jahre lang sorgte sie dort für Sauberkeit und Ordnung, bevor sie vor zehn Jahren ins Verwaltungsgebäude wechselte. Doch ihre Arbeit war nie auf das beschränkt, was im Arbeitsvertrag stand. Sie war überall: im Sekretariat, im Hausmeisterbüro, in den Büros der Schulleitung und natürlich im Lehrerzimmer – jenem besonderen Ort, an dem sich täglich die unterschiedlichsten Charaktere treffen und wo „kreatives Arbeiten“ manchmal auch „Chaos“ bedeutet.

Was Maria Hoffmann auszeichnete, war ihre Art: immer freundlich, immer zuverlässig, immer mit einem persönlichen Wort für jeden. Sie kannte alle beim Vornamen und alle nannten sie Maria. Das war kein Zufall, sondern Ausdruck gegenseitigen Vertrauens und tiefer Wertschätzung. Sie war Spezialistin für hartnäckige Salzflecken, Mäusefängerin im Lehrerzimmer und sogar für die Außenanlagen vor dem Verwaltungsgebäude zuständig, weil ihr wichtig war, dass die Schule auch nach außen hin einen guten Eindruck macht.

Besonders beeindruckend: Nie war ein Stöhnen zu hören, nie eine Klage über zu viel Arbeit. Mit bemerkenswerter Ruhe meisterte sie jeden Tag – auch wenn die Vorstellungen von Ordnung besonders im Lehrerzimmer, wo sich täglich Menschen mit sehr verschiedenen Arbeitsstilen treffen, mal wieder weit auseinanderlagen.

Bei der Verabschiedungsfeier waren sie alle da: Vertreter des Landkreises Vechta, des Amts für Gebäudemanagement, des Personalrats und die Schulleitung. In seiner Rede betonte der Schulleiter, dass Maria Hoffmann so etwas wie der „gute Geist dieses Hauses“ gewesen sei. „Danke für Ihre Tatkraft, Ihre Geduld mit uns Lehrern und Ihre Freundlichkeit, die diesen Ort jeden Tag ein Stück menschlicher gemacht hat.“

Nun beginnt für Maria Hoffmann ein neuer Lebensabschnitt ohne feste Reinigungspläne – mit mehr Zeit für sich, ihre Familie und ihre Hobbys. Die Schulgemeinschaft verabschiedet sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge: lachend, weil man ihr den Ruhestand von Herzen gönnt, und weinend, weil sie nur schwer zu ersetzen sein wird.

Liebe Maria, danke für 30 Jahre Einsatz, Herzlichkeit und Menschlichkeit. Du wirst fehlen. Alles Gute für deinen neuen Lebensabschnitt!

 

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