Gegen Hass und Ausgrenzung

11. November 2025Allgemein, BNE, Schule mit Courage, Schulleben

Gedenkfeier zum 9. November 1938 am Gymnasium Damme

Am Montag, den 10. November 2025, erinnerte das Gymnasium Damme im Rahmen der jährlich stattfindenden Gedenkfeier der weiterführenden Schulen in Damme an die Ereignisse des 9. November 1938.
Anlass der sogenannten Reichspogromnacht war das Attentat des jüdischen Jugendlichen Herschel Grynszpan auf den Legationssekretär der deutschen Botschaft in Paris, Ernst Eduard vom Rath, am 7. November 1938. Das NS-Regime nutzte den Tod des Diplomaten als Vorwand, reichsweit brutale antijüdische Pogrome zu inszenieren.
Zwischen dem 7. und 12. November 1938 wurden etwa die Hälfte aller Synagogen in Brand gesetzt, 1.300 bis 1.500 jüdische Menschen ermordet und tausende Geschäfte sowie Wohnungen zerstört. Rund 30.000 jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Ausschreitungen markierten den bis dahin schwersten antisemitischen Terror im Deutschen Reich vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Der WPU-Geschichtskurs des 10. Jahrgangs stellte den geladenen Gästen sowie Schülerinnen und Schülern der Dammer Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums die Hintergründe des Attentats vor und arbeitete heraus, dass das NS-Regime die Tat eines Einzelnen instrumentalisierte, um eine Kollektivschuldzuweisung gegenüber allen Jüdinnen und Juden im Deutschen Reich vorzunehmen und den antisemitischen Repressions- und Ausgrenzungskurs weiter zu verschärfen. Aus diesem historischen Beispiel leitet der Kurs die Mahnung ab, jegliche Pauschalisierung von Gruppen und Kollektivschuldzuweisungen zu vermeiden – auch in heutigen Konflikten.
Die Vertreterin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Oldenburg e.V., Frau Sigrid Litzenburger, betonte in ihrem Beitrag, dass Juden in Deutschland auch heute wieder Angriffen ausgesetzt seien, wenn sie beispielsweise stellvertretend für politische Entscheidungen des Staates Israel verantwortlich gemacht würden. Aktuelle Daten, die der Geschichtskurs in einer Grafik präsentierte, belegten diese Entwicklung eindrücklich.
Schulleiter Ludger Kässens hob in seiner Ansprache hervor, dass in Deutschland keinerlei Form von Antisemitismus geduldet werden dürfe. Er rief dazu auf, konsequent gegen Hass und Ausgrenzung einzutreten. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass der gegenwärtige Konflikt im Nahen Osten in einen gerechten und dauerhaften Frieden münden möge.
Am Ende der Gedenkveranstaltung reichten Johanna Seeger und Carmen Arlinghaus, Schülerinnen des 10. Jahrgangs, die Menora an Jan Runge, den Schulleiter der Hauptschule, weiter. Die Hauptschule wird 2026 die Gedenkveranstaltung für die weiterführenden Schulen in Damme ausrichten.

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