07.02.20
Dammer Gymnasium sammelt 13000 Euro

Zahlreiche Stände locken Besucher an / Kinder und Jugendliche engagieren sich auf vielfältige Weise

Bereits seit drei Jahrzehnten ist der Bolivien-Basar eine feste Größe im Leben der Stadt. Auch in diesem Jahr war er wieder ein großer Erfolg.

Es war wieder ein buntes, quirliges Treiben im Dammer Gymnasium: Der traditionelle Bolivien-Basar hat am Donnerstag, dem 30.01.2020, viele Menschen aus Damme und Umgebung angezogen. Wer den Weg zum Schulzentrum auf sich genommen und einen Parkplatz ergattert hatte, wurde mit zahlreichen kulinarischen Leckerbissen und lustigen oder spannenden Aktionen belohnt.

Wie die Organisatorin Birgit Trimpe-Olberding im Anschluss bekannt gab, sammelten die Schüler und Lehrer in diesem Jahr 13000 Euro ein. Mit dem Betrag wird, wie seit drei Jahrzehnten, ein Schulsozialprojekt in La Paz in Bolivien unterstützt.

Um die Besucher in Spendierlaune zu bringen, hatten sich die Schüler kreative Ideen einfallen lassen. Wer wollte, konnte sich im Casino bei Black Jack oder Roulette vergnügen oder seine Nerven in einem „Escape Room“ auf die Probe stellen. Andernorts wurden wilde Bobbycar-Rennen gefahren oder Fußballspiele auf einer Spielekonsole ausgetragen. Mutige konnten sich sogar von äußerst überzeugenden Wahrsagern die Zukunft voraussagen lassen.

An vielen anderen Orten warteten Haupt- und Nachspeisen, Selbstgemachtes und Ungewöhnliches auf die Besucher. Auch Filmplakate und gebrauchte Bücher konnten für den guten Zweck erworben werden.

Trimpe-Olberding zeigte sich sehr zufrieden über den von ihr verantworteten Basar: „Wir freuen uns, mit den eingenommenen Geldern die wichtige Arbeit des Comedor Wisllitta“ weiterhin unterstützen zu können“, erklärte sie gegenüber dieser Zeitung. Seit bald 30 Jahren wird das gesammelte Geld in die bolivianische Verwaltungshauptstadt La Paz überwiesen. Dort werden im Comedor Wisllitta etwa 80 Kinder vor und nach der Schule betreut. Ihnen wird nicht nur ein warmes Mittagessen, sondern auch ein Ort in einem ansonsten perspektivlosen Armenviertel geboten. „Die Kinder wären sonst der Straße überlassen“, unterstreicht Trimpe-Olberding die Bedeutung des aus Damme maßgeblich unterstützen Projektes erneut.

Im letzten Jahr war die Osterfeinerin, die Deutsch und Katholische Religion unterrichtet, mit zwei Kolleginnen nach La Paz gereist, um das Sozialprojekt zu besuchen. Dort haben sie sich einen Eindruck verschafft, wie ihre Mittel verwendet werden. Sie seien mit Ansporn, das Engagement fortzuführen, heimgekehrt, sagt Trimpe-Olberding zurückblickend zu ihrer Reise. Seit 2016 ist sie zuständig für die Bolivien-AG und für die Ausrichtung des traditionellen Basars.

Von den in diesem Jahr erwirtschafteten 13000 Euro werde „jeder Cent“ beim Schulsozialprojekt in Bolivien ankommen, versichert Trimpe-Olberding. Damit würden die Räumlichkeiten instand gehalten und eine Köchin, eine Hausmeisterin und zwei Lehrerinnen bezahlt. Auch die Lebensmittel und Materialien könnten mithilfe der Spenden aus Damme erworben werden. Das Projekt wird außerdem noch von einer evangelischen Kirchengemeinde aus Aachen unterstützt.

Philipp Ebert (OV, 01.02.2020)

Umfrage des WPU Journalismus zum Bolivienbasar: https://wordpress.nibis.de/gymdamme/