30.10.19
Spaß und gute Laune auch bei schlechtem Wetter!

Klassenfahrt nach Jever der Klassen 7b+7d vom 23.-27.9.2019

Am Montagmorgen ging die Reise pünktlich um 8:30 Uhr vor dem Gymnasium los: ein Reisebus voller gut gelaunter Schüler/innen und ihrer 4 Lehrer/innen Frau Both, Frau Strubberg-Hansen, Herr Pleister und Frau Jeroschewski startete Richtung Jever und stimmte sich schonmal mit passenden Liedern wie „An der Nordseeküste“ auf die neue Umgebung ein. Trotz der frühen Ankunft konnten alle direkt ihre Zimmer beziehen: jede Klasse in einem Gebäudetrakt für sich, aufgeteilt in 4er- oder 6er-Gruppen. Danach war Zeit um das grüne Gelände und die verschiedenen Räume der Jugendherberge zu erkunden, bevor Herr Pleister beide Klassen gemeinsam mit Laufspielen über die grüne Wiese trieb, bis allen trotz des feucht-kühlen Wetters heiß war und so manchem zum ersten Mal die Puste ausging.

Nach einem Picknick in der Jugendherberge hieß es wieder laufen: erst in die „City“ von Jever und dann kreuz und quer durch das Städtchen in Gruppen, um die vielen Fragen zu diesem historischen Örtchen richtig beantworten zu können, z.B. rund um „Fräulein Maria“ oder den Brunnen auf dem Marktplatz. Nach dem bewegten Tag tat es vielen gut, am Abend einfach mal „nur“ auf Stühlen zu sitzen: „Uno“, „Taboo“ oder „Blitz-Dings“ wurden gezockt, bevor es nach einer großen Runde „Werwolf“ in die erste Nacht, aber noch nicht ganz zur Ruhe ging…

Am Dienstagmorgen war Zeit für eine Einführung in das LionsQuest-Thema „Familie“. Hier erfuhren wir alle mehr über typische Alltagsszenen zu Hause oder auch über weniger verbreitete Familienformen wie Patchwork- oder Regenbogenfamilie. Danach ging es auf zum ersten Highlight des Programms: Wilhelmshaven erwartete uns mit Wattbegehung, Laborarbeit und einer Barkassenfahrt durch den alten Hafen. Im Labor konnte man nicht nur viele spannende Beobachtungen unter Mikroskopen machen, sondern auch Krebse, Garnelen oder Plattfische anfassen, was für einige eine echte Herausforderung war! Mit Gummistiefeln und Keschern ausgerüstet wurden Wattwürmer und lebende Garnelen am Spülsaum gesucht – ein tolles Erlebnis! Nach einem ca. 30minütigen Fußmarsch mit den Gummistiefeln im Rucksack hatten alle noch etwas Zeit in Wilhelmshaven – die einen zum schnellen Shoppen, die anderen zum schnellen Essen, was sich insbesondere bei einigen Jungen zum Hauptthema der Ausflüge entwickelte, da das selbstständig gepackte Lunchpaket einigen einfach nicht reichen wollte…

Am Abend war dann wieder Spielzeit: diesmal gruppendynamisch, mit Bewegung, auf Schnelligkeit oder Reaktion, z.B. mit „KungFungChi““ oder „ZipZapZup“, bis alle froh waren, bei „Werwolf“ wieder „nur“ auf ihrem Stuhl sitzen zu dürfen.

Der Mittwoch gestaltete sich zu einem der absoluten Highlights der Klassenfahrt, obwohl das Wetter uns dabei nicht recht unterstützen wollte. Bei strömendem Regen sind wir am frühen Morgen mit dem Bus nach Bensersiel gefahren, wo die Fähre nach Langeoog abfuhr. Auf Langeoog angekommen, ging es in Regenjacken zum Strand, wobei der Regen zum Glück allmählich nachließ. Der wegen der schlechten Wettervorhersage geplante Schwimmbadbesuch musste kurzfristig ausfallen, da das Inselbad krankheitsbedingt geschlossen war. Daraufhin machten wir auf dem durch ablaufendes Wasser immer breiter werdenden Strand sportliche und teambildende Spiele, wie „Krokodil“ oder „Raupe“, während das Wetter sich entschloss uns doch noch gnädig zu sein und zumindest der Regen aufhörte. Zum Picknick aus der Lunchbox konnten wir die offenen Strandkörbe nutzen, während die Gruppen nach und nach zu einer spannenden Insel-Rallye aufbrachen, die zu allen „Hauptattraktionen“ der Insel führten: natürlich die Stufen des bekannten Wasserturms hinauf und zur evangelischen Kirche und dem dortigen Pfarrhaus, in dem Frau Both 12 Jahre lang gelebt hat. Ihr haben wir auch die ausgeklügelte Insel-Rallye zu verdanken, die allen Spaß gemacht hat – an dieser Stelle vielen Dank dafür! Die Gewinner durften sich über Magneten mit Langeoog-Motiven freuen.

Auf der wegen des Wetters unter Deck sehr vollen Fähre machten einige Schüler/innen noch eine nette Bekanntschaft mit einem älteren Herrn, der sich schon bei der Hinfahrt spendabel gezeigt hatte: Nach dem zur Bootsfahrt passenden vierstimmig vorgetragenen Kanon „Row your boat“ erhielten die Schüler nicht nur großen Applaus von den zahlreichen Senioren, sondern auch (wiederum) eine Tüte Gummibärchen, die gut gelaunt gemeinsam geleert wurde.

Nach dem Abendessen in Jever startete die 7b ihre große und sangesstarke Party im Partyraum mit Discokugel, während die 7d – wiederum durch strömenden Regen und jetzt im Dunkeln – zu einem coolen Nachtwächterrundgang aufbrach. Der beeindruckende Nachtwächter schaffte es, die mittelalterlichen Geschichten rund um Jever so spannend und gruselig zu erzählen, dass nasse Klamotten oder müde Beine schnell vergessen waren und alle gespannt verfolgten, was das emanzipierte „Fräulein Maria“ alles Gutes für die Jeveraner errungen hat (u.a. 6 Jahre Schulpflicht, was für die damaligen Kinder eine große Erleichterung war, da sie so erst mit 12 Jahren in die anstrengende Arbeitswelt der Erwachsenen eingespannt werden konnten) oder was es mit dem schaurigen „Wüppgalgen“ auf sich hatte.

Donnerstag war noch Platz für eine weitere LionsQuest-Einheit, für das alle ein Erinnerungsstück oder ein Symbol aus ihrer Familie mitgebracht hatten und in der Gruppe vorstellten. Anschließend wurde eifrig am Familienwappen gemalt, das sich bei einigen zu echten Kunststücken entwickelte.
Der letzte Ausflug der Klassenfahrt ging zur „Phänomania“ bei Carolinensiel, eine bunte physikalische Ausstellung, bei der alles ausprobiert und angefasst werden musste, z.B. die vibrierende Klangschale an der Nase, ob sich ein Seifenblasenring bis über den Kopf ziehen lässt oder wie optische Täuschungen unseren Verstand verwirren. Ganz Mutige wagten sich noch in den Astronautentrainer, der alle durchdrehte bis ihnen Hören und Sehen verging. Die Zeit am malerischen Hafen von Carolinensiel fiel buchstäblich ins Wasser, so dass alle froh waren, als sie im trockenen Bus zurück zur Jugendherberge saßen. Der letzte Abend wurde nun von der 7d ausgelassen und lautstark im Partyraum gefeiert, während der für die 7b geplante Nachtwächterrundgang leider kurzfristig ausfiel.

Auch wenn die Nächte nicht allen (früh genug) die gewünschte Ruhe brachten, gab es doch keine gravierenden Störungen. Der weitgehende Verzicht auf Handys kam bei den meisten gut an. Insgesamt können wir Lehrer/innen hier beiden Klassen ein großes Lob aussprechen: Es erschienen immer alle pünktlich zum Frühstück, zu Treffpunkten oder zu Abfahrtzeiten, trotz des vielen Laufens und teilweise auch bei heftigem Regen wurde kaum gemeckert und es herrschte überwiegend gute Laune. Diese positive Einschätzung unserer Klassen wurde uns auch von den Erwachsenen vermittelt, die die Klassen während des Programms erlebt haben: ob Teamer, Jugendherbergseltern, Nachtwächter oder Senioren auf der Fähre – die meisten waren begeistert vom interessierten und aufgeschlossenen Verhalten dieser Jugendlichen, da dürfen sich alle nochmal (gegenseitig) auf die Schultern klopfen! Auch die abschließenden Feedbackrunden beider Klassen ergaben überwiegend positive Rückmeldungen. Schön, dass wir diese Klassenfahrt in guter Gemeinschaft und (meist) guter Laune verbringen konnten!  


                                                                                                                 

SRU (mit Unterstützung von Ida und Mirja)