03.10.19
Ohne Hund und Kalaschnikow

Das Mauerprojekt der WPU-Kurse Geschichte und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Dammer Fotographen Norbert Enker und seiner Austellung "Grenzfall – der Fall der Mauer in Berlin: Ein fotografische Spurensicherung“

Die Berliner Mauer in der Pausenhalle des Gymnasiums Damme

Maueropfer

Maueropfer

Kunstwerk und Todesmauer

Einblicke in die Austellung

Einblicke in die Austellung

WPU 9 Geschichte: Vorbereitung derAusstellung

WPU 10 Kunst: eine Mauer entsteht

Aufbau der Ausstellung

Am Donnerstag, den 3. Oktober 2019, fand am „Tag der deutschen Einheit“ auf dem Dammer Kirchplatz die Eröffnung der Ausstellung: „Grenzfall – der Fall der Mauer in Berlin: Ein fotografische Spurensicherung“ des Dammer Fotographen Norbert Enker statt. Die Ausstellung erstreckte sich diagonal über den Kirchplatz und bildete in nahezu Orginalhöhe der Berliner Mauer eine Fotoreihe, die den Abbau und das langsamen Verschwinden der Grenzanlange dokumentiert: Enkers besondere Fotos vermitteln dabei anschaulich die Vernarbung der deutschen Teilung in Berlin. Die Ausstellung dauert vom 3. Oktober bis zum 24. November 2019.

Schon zu Beginn des 2. Schulhalbjahres 2018/19 trat Herr  Enker mit der Frage an das Gymnasium, ob die Schule nicht Interesse habe, seine im Oktober geplante Ausstellung im Dammer Stadtzentrum zu besuchen oder sich unter Umständen in der einen oder anderen Form daran zu beteiligen. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler war gegeben: Es gibt viele Dokumente des Mauerfalls aus dem November 1989, die den Schülerinnen und Schülern in den Medien immer wieder begegnen: Tanzende Menschen auf der Mauer, Feuerwerke über den Brandenburger Tor, glückstrunkende Massen. Aber eine Dokumentation über den Abbau der Mauer? Das war schon neu. Ob ein Schüler, dessen Schulweg über die freigeräumte Grenze führt, eine Rentnerin, die ungläubig durch die abgerissenen Mauersegmente blickt, oder DDR-Grenzsoldaten im Grundwehrdienst, die  – ohne Hund und Kalaschnikow –  in die Kamera grinsen und sich freuen: Enkers Fotos zeigen den wirklichen Wandeln abseits aller Feiern.

Herr Kamraths WPU 9 Kurs Geschichte hat nicht lange gezögert und überlegt, wie er sich an dem Projekt beteiligen könnte: Man fand die Antwort recht schnell: Wenn auf dem Dammer Kirchplatz der Mauerabbau dokumentiert wird und die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium und der umliegenden Schulen den Besuch der Ausstellung vom Gymnasium aus antreten, dann könnten sie sich zuvor in der Pausenhalle des Gymnasiums mit dem Mauerbau und dem Schrecken, die er in 28 Jahren hinterlassen hat, beschäftigt haben.
Also bauten Kamraths Schülers mithilfe der WPU Kurse 9 und 10 Kunst unter fachlicher Anleitung Frau Regins die Mauer symbolisch in der Pausenhalle des Gymnasiums nach, gestaltete sie nach historischem Vorbild und richtete Infotafeln ein, die die Geschichte des Mauerbaus illustrieren, vor allem aber die Schicksale einger Menschen zeigen, die durch die Mauer ums Leben kamen.
Herr Enker und das Gymnasium Damme hat in den Wochen vom 21.10. – 24.11.2019 Klassen der Real- und Hauptschule Damme – und selbstverständlich alle Gymnasiasten – eingeladen, sich in der Pausenhalle des Gmynasiums mittels vorbereiteter Arbeitsblätter und Infotafeln mit der Geschichte der Maueraufbaus und den Opfern der deutschen Teilung auseinanderzusetzen, um sich im Anschluss daran im Dammer Stadtkern mit der Ausstellung über den Abbau der Mauer zu beschäftigen.

KAM