03.09.19
Endlich ist es soweit - nun heißt es: Warten auf den Regen!

Der Wassertank des Gymnasiums Damme in Kenia ist im Sommer fertiggestellt worden.

Vor etwa einem Jahr nahmen mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler an einem Sponsorenlauf am Gymnasium Damme teil. Dabei wurde die stolze Summe von 18540,47 Euro an Spenden für den Bau eines Wasserspeichers in Kenia gesammelt. Die Spendensumme überstieg alle Erwartungen. Sie ermöglichte zusätzlich den Bau eines „farm pond“, eines Teichs zur Bewässerung eines Schulgartens und Schulwaldes.

Hinter der Spende steckte Schweißtreibendes. Das Geld wurde Runde für Runde erlaufen. Vorher hatten die Schüler bei Eltern, Großeltern, Verwandten oder Firmen um Sponsoren geworben, die für jede gelaufene Runde einen selbst festgelegten Betrag spendeten. Der OSC Damme zog sogar im Rahmen des Dammer Stadtlaufes mit und spendete eine Summe des Startgeldes dem Projekt. Die in Wolfsburg beheimatete Initiative lässt seit 2011 in Kenia Wassertanks an Schulen bauen und unterstützte die Idee der beiden Erdkundelehrerinnen des Gymnasiums Damme, Frau Brinkhoff und Frau Dr. Tiggelbeck, maßgeblich. Herr Dr. Stein und seine Frau Almut standen sogar bei ihrem Besuch im Dezember 2018 in der Aula der Schule persönlich den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.

In den Sommerferien ist nun endlich der mit diesen Spenden finanzierte Wassertank für eine Schule in Kenia fertig geworden. Die Partnerorganisation von „Wasser für Kenia“ hat auf Wunsch von Herrn Dr. Stein die Bemalung vorgezogen, obwohl er mangels Wasser leider noch nicht offiziell eingeweiht werde konnte. Auch hier sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu spüren, da der Regen seit nun sieben Wochen auf sich warten lässt. Daher sind auch keine Schulkinder auf dem Foto zu sehen. Um den derzeitigen Wassermangel zu überbrücken, wurden erst einmal von einem Tank-Lastwagen 16 m³ Wasser gekauft, um den Wassertank an der Schule teilweise aufzufüllen. Das ist z.Z. besonders wichtig, da am kommenden Montag die Schule nach den Ferien dort beginnt. Wenn es aber kein Wasser gibt, kann auch kein Mittagessen gekocht werden. Wenn es aber kein Mittagessen gibt, schicken die Eltern ihre Kinder nicht in die Schule. Somit sind nun erst einmal 14 Tage Zeit für weitere Überlegungen gewonnen worden. Da die Versorgung über einen teuren Wasserwagen natürlich keine Dauerlösung darstellt, denkt die Hilfsorganisation über die zeitweise Versorgung mit Wasser durch Eselkarren nach. Alle warten also auf den lang ersehnten Regen. Möge er doch endlich einsetzen und den Tank des Gymnasiums Damme füllen!

TIG