18.12.18
Handynutzung in den Pausen – Pro / Kontra

Kommentare aus dem WPU Journalismus

Ende November ist in der Gesamtkonferenz ein Beschluss zur Änderung der Hausordnung gefasst worden: In Zukunft wird am Gymnasium Damme die verantwortungsvolle Nutzung des Handys in den Pausen erlaubt sein. Dieser verantwortungsvolle Umgang mit elektronischen Geräten wird in den kommenden Wochen im Unterricht thematisiert werden. Die Änderung ist auch in der Schülerschaft nicht unumstritten, wie zwei Kommentare, die im WPU Journalismus verfasst wurden, zeigen:


Kontra: Smombies statt Quatschtanten?
Ein Kommentar von T. M., J. K., G. H., I. H. und S. M. (WPU8 Deutsch)

Wieder einmal hat sich die Schulleitung des Gymnasiums in den Kopf gesetzt, sich durch eine schlecht durchdachte Regelung bei den Schülern beliebt zu machen. Bislang war es verboten, das Handy in der Schule zu nutzen. Die Regel, die die Handynutzung untersagte, wird durch eine Handynutzungsordnung ersetzt, die von allen Schülern unterschrieben werden muss. Ab Februar wird die Handynutzung in der Pause erlaubt sein. Aber ist das wirklich so sinnvoll?

Für diese Regeländerung spricht, dass viele Schüler durch Apps ihre Pausen interessanter gestalten können. Außerdem kann man so auch in der Schule Kontakt zu Freunden, aber vor allem zu der Familie aufnehmen. Jedoch darf man diese im Notfall sowieso kontaktieren. Schüler können Spielerfolge mit anderen teilen, doch geht das nicht auch im direkten Gespräch? In den Pausen werden kaum noch Gespräche geführt werden, denn jeder wird nur noch auf sein Handy schauen. Trotz ausdrücklichem Verbot von Film- und Tonaufnahmen werden die eingefleischten Smombies, die ständig am Handy hängen, Apps wie Snapchat nutzen, was nicht kontrolliert werden könnte. Stichwort Datenschutz!
Der Markenwahn wird nie gekannte Züge annehmen. Statt mit teuren Klamotten werden die Schüler dann mit ihren neusten Handys protzen. Die Schulleitung sollte dies noch einmal überdenken, bevor es unvorhersehbare Folgen nimmt.


Pro: Handys statt Lagerfeuer!
Ein Kommentar von J.B., S.H., N.W., R.Z. (WPU8 Deutsch)

Die Frage, ob Handys in den Pausen genutzt werden dürfen, haben sich auch die Mitglieder der Gesamtkonferenz am Gymnasium Damme gestellt. Ihre Antwort darauf war: „Ja!", weswegen wir im Februar 2019 Handys in den Pausen nutzen können. Ist das ein Schritt in die richtige Richtung?

Einige „Fachmänner" meinen zwar, dass jetzt, durch die Aufhebung des Verbotes, die direkten Gespräche der Schüler verstummen könnten. Auch behaupten sie, dass handylose Schüler ausgeschlossen werden könnten. Allerding ist es Fakt, dass nahezu jeder Schüler ein Handy besitzt! Das Argument, dass der Gesprächsstoff ausgehen wird, ist totaler Unsinn, da die Schüler vor der Aufhebung des Verbotes, sowieso oft über Apps der Handys redeten. Ebenfalls können Informationen in Zukunft schneller nachgeschlagen werden, da alle Fakten in der Hosentasche sind. Wir leben doch nicht in der Steinzeit, in der wir in einer Höhle sitzen und versuchen, ein Feuer zu machen. Die Gegner der neuen Handyordnung sollten mal aufhören, in ihr Lagerfeuer zu starren und endlich in der Neuzeit ankommen!

WPU Journalismus (WES / Jg 8)