04.12.18
Amphibien auf der Spur

Vorstellung der Amphibien-AG

Neu angelegter Tümpel für Amphibien; dahinter Erlenbruchwald Ochsenmoor (Charline D. /8d)

Grasfrosch (Charline D. /8d)

Laubfrosch (Charline D. / 8d)

Laubfrosch - im Hintergrund Herr Körner von der Naturschutzstation Dümmer (Charline D. / 8d)

Laubfrosch (Charline D. / 8d)

Erlenbruchwald (Charline Deden / 8d)

Tafel des Naturerlebnispfades Ochsenmoor (Charline D. /8d)

Wahrscheinlich deshalb, weil sich die meisten Schülerinnen und Schüler nicht viel unter einer Amphibien-AG vorstellen können, umfasst diese nur zwei Schülerinnen aus der 8d (Charline Deden, Nadia Kosiol) und eine Schülerin aus der 7d (Emma-Johanne Dietzel). Wichtigstes Ziel der AG ist die Betreuung der Krötenzäune in der Wanderungsperiode im März/April, in welcher die Kröten (auch Frösche und Molche) in Eimern über die Straße bis zu ihren Laichgewässern gebracht werden, um nicht durch den Straßenverkehr umzukommen.

In dem halben Jahr davor ergeben sich viele Möglichkeiten, die bei uns heimischen Amphibien kennenzulernen. Dabei sollen sich eine Exkursion und eine Theoriesitzung wöchentlich regelmäßig abwechseln.
Unsere ersten drei Exkursionen führten uns zum Naturschutzzentrum Dammer Berge, ins Oppenweher Moor (Kreis Minden-Lübbecke) zum Kennenlernen des Laubfrosches sowie zum Naturerlebnispfad Ochsenmoor

Sul

Exkursion zum NABU-Naturschutzzentrum
Am 13.09.18 erklärte sich Herr Schiller (ehemaliger Fachleiter der Biologie am Gymnasium Damme) dazu bereit, für uns (die Amphibien AG) eine Rundführung im Naturgarten des NABU-Zentrums und in den Gebäuden zu machen. Zunächst zeigte er uns das Innere des Zentrums, besonders ausgestopfte Tiere, die wir bestimmen mussten. Wieder draußen erklärte er uns viele Wildblumen und Wildkräuter und achtete darauf, ob wir auch alles behalten hatten.
Warum sind Wildblumen so wichtig?

Naturgärten bieten vielen Tieren Lebensraum und sichern die Zukunft der einheimischen Pflanzen Deutschlands. Durch die Ziergärten werden immer mehr einheimische Pflanzen von den dortigen Zierpflanzen verdrängt und sind daher sehr oft vom Aussterben bedroht, wodurch es zu vielfachem Artensterben kommt. Aber auch kultivierte Wälder tragen zum Artensterben bei. Wegen des geringen Bodenbewuchses finden Amphibien dort kaum Lebensraum und selten Nahrung, da z.B. Insekten dort ebenfalls kaum Lebensraum und Nahrung vorfinden.

Innerhalb der großen Wildblumenwiese hat der NABU viele Tümpel angelegt, in denen sich neben anderen Amphibienarten auch die umgesiedelten Molche aus dem Schulteich des Gymnasiums befinden. Wegen der Wildblumen gibt es überdurchschnittlich viele Insekten als Nahrungsquelle.

Im nächsten Jahr hat die AG vor, eine große Menge Wildblumensamen für den Schulwald zu sammeln, wo auch eine kleine Wildblumenwiese entstehen soll.

Charline D. (8d)

Exkursion Laubfroschprojekt Oppenweher Moor
Herr Körner von der Naturschutzstation in Hüde erklärte sich dazu bereit, uns am 27. September durchs Oppenweher Moor zu führen.
Damit hatten wir uns erhofft, einen Laubfrosch zu sehen, was aber nicht so wahrscheinlich war, da die Jahreszeit sehr weit fortgeschritten war, weil sich im  Herbst die Amphibien langsam in Ihr Winterquartier zurückziehen.
Warum sind Moore so wichtig?

Moore sind wichtige Lebensräume für Amphibien, da es aber dieses Jahr kaum geregnet hat, sind die Moore weitgehend ausgetrocknet. Laubfrösche sind seltene Tiere. In den 1970er Jahren verschwanden die Laubfrösche ganz. 1990 wurde das Projekt, den Laubfrosch wieder anzusiedeln, gestartet. Seither gibt es wieder mehr Laubfrösche in Niedersachsen. Doch wir hatten Glück, wir haben einen Laubfrosch gesehen.

Der Laubfrosch war ganz zahm und ließ sich geduldig von uns fotografieren. Jeder durfte ihn einmal in die Hand nehmen und auf sich herumklettern lassen.
Aber auch andere Pflanzen- sowie Tierarten sind davon betroffen, da der Boden  ausgetrocknet ist, z.B. Seerosen oder Sumpfdotterblumen.

Emma-Johanna D. (7d)

Exkursion zum Naturerlebnispfad Dümmer
Am 7.11.2018 exkursierten wir zum Naturerlebnispfad Dümmer und wanderten von dort aus weiter durch das Ochsenmoor zum See. Der gesamte Rundweg hat eine Länge von ca. 5 km. Der Naturerlebnispfad führte uns durch Teile des großräumigen Feuchtgebietes und Vogelschutzgebietes der Dümmerniederung. Wenn man von der Naturschutzstation Dümmer Richtung Westen geht, kommt man auf einen Feldweg, von dem wir die im Winterhalbjahr großen Schwärme von Bläss- und Graugänsen beobachten konnten. Östlich des Naturlehrpfads befindet sich ein seltener Erlenbruchwald, der ein in sich geschlossenes, unberührtes Ökosystem ist. Zusammen mit den neu angelegten Tümpeln (gesponsert von Bingo-Lotto) ergibt dies einen idealen Lebensraum für Amphibien. Davon profitieren u.a. auch Reiher und Störche, die seitdem wieder häufiger anzutreffen sind. Sehr interessant sind die vielen Informationstafeln am Wegesrand, die uns u.a. über die Entstehung des Dümmers, seltene Moorpflanzen und unterschiedliche Amphibienarten informieren. Der Weg verläuft schließlich durch den Wald und trifft dann auf die Straße südlich des Sees. Danach geht es weiter Richtung Westen zu einem Aussichtsturm, von dem aus man den ganzen Dümmer sehen kann.

Nadja K. (8d)
 

SUL