01.10.17
Freunde in Pécs gefunden

Bericht über den Ungarnaustausch 2017/18

Besuch des Parlaments

Stadtführung durch Budapest

Gemeinsames Gulaschessen

Kräftesammeln vor der Stadterkundung in Pécs

Besuch in Siklos

"Romeo und Julia" im Stadttheater in Pécs

Unsere Reise nach Ungarn begann am 13.September um 4:30 Uhr morgens am Busbahnhof der Hauptschule in Damme. Dort brachen wir um 4.30 Uhr morgens mit dem Bus in Richtung Hamburg auf, um von dort aus mit dem Flugzeug nach Budapest zu fliegen. Dieser Teil der Reise war sehr aufregend, da es für einige der erste Flug war. Als wir mit zwei Stunden Verspätung endlich dort ankamen, wurden wir mit dem Bus vom Flughafen zum Hostel gebracht, das sich ziemlich zentral befand. Nachdem wir dort unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir in die Stadt um Geld zu wechseln, da man in Ungarn mit Forint bezahlt (1 Euro=300 Forint). Anschließend hörten wir Vorträge zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die wir bereits vor der Fahrt vorbereitet hatten. Neben der Freizeit besuchten wir so abends den Burgberg mit der Fischerbastei, von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf das abendliche Budapest hatten.

Am nächsten Morgen bekamen wir eine Führung durch das Parlamentsgebäude, wobei wir auch die berühmte ungarische Krone sahen. Nachmittags fuhren wir mit dem Zug nach Pecs, wo wir abends von unseren Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Erst war es ein wenig ungewohnt, sich in einer komplett fremden Familie zurechtzufinden, doch diese anfängliche Schwierigkeit meisterten die meisten bereits nach kurzer Zeit.

Am nächsten Morgen wurden wir freundlichst von der Leiterin des Babits-Gymnasium Pecs begrüßt und wurden durch die Stadt geführt. Nachmittags fuhren wir nach Matty, einem nahegelegenen Dorf, und verbrachten dort gemeinsam den Abend. Am Wochenende besuchten wir zusammen mit unseren Austauschfamilien verschiedenste Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Fernsehturm. Außerdem war am Wochenende in Pecs Karneval, den viele von uns besuchten.

Auch die folgende Woche war voller Aktivitäten. Am darauffolgenden Montag besuchten wir die Weinkeller von Villany und Siklos, die für ihren Wein berühmt sind. Wir durften den Wein auch probieren, jedoch nie mehr als einen Schluck. In Siklos sahen wir uns außerdem die Burg an, und waren im Thermalbad, das Lieblingsprogramm vieler.

Am Dienstag begannen wir mit unserer Projektarbeit: An verschieden Stationen mussten wir in Kleingruppen kreative Aufgaben zum Thema „Theater, Ballett und Romeo und Julia“ bearbeiten, wie z.B. Bilder malen oder Ballett tanzen. In der fünften Stunde waren wir alle in verschiedenen Kursen und haben uns bspw. den Deutsch- oder Englischunterricht angesehen. Die Ballettvorstellung „Romeo und Julia“ am Dienstagabend im Nationaltheater in Pecs war aus mancherlei Hinsicht das „Highlight“ des Austausches war.

Am Mittwoch setzten wir unsere Projektarbeit fort, indem wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse vom Vortag vorstellten und in Gruppen anhand von Zitaten einzelne Szenen aus ,,Romeo und Julia“ eigens interpretierten und nachspielten. Außerdem waren wir nachmittags noch einmal im Nationaltheater und durften hinter die Kulissen schauen.

Donnerstag fand nach intensiver Vorbereitung der Elternabend statt und vormittags bekamen wir noch einmal Aufgaben wie eine Fotokollektion erstellen oder Gedichte über den Austausch schreiben. Diese stellten wir gemeinsam mit den Theaterszenen den Eltern vor, zum Teil sogar in beiden Sprachen: ungarisch und deutsch. Beim darauffolgenden Abschiedsabend wurde schon die eine oder andere Träne vergossen. Noch schlimmer war es jedoch am nächsten Morgen am Bahnhof, als wir uns endgültig von unseren ungarischen Freunden, den das sind sie uns geworden, verabschieden mussten. So traten wir dann, übermüdet und einerseits traurig über den Abschied, andererseits jedoch schon voller Vorfreude auf das Wiedersehen in Deutschland, die Heimreise an.

Insgesamt sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Austausch auf jeden Fall zu empfehlen ist, da man nicht nur internationale Beziehungen knüpft, sondern auch die Mitschüler und vielleicht auch sich selbst besser kennenlernt und es eine Erfahrung ist, die einen stärkt und auf die man gerne zurückblickt.

 

 

 

Johanna