25.09.17
Sind Schüler unter 18 die besseren Demokraten?

Oder die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2017

Die feste Überzeugung, dass mit der Stimmabgabe die wichtigste Grundlage für eine zukünftige aktive Teilhabe unserer Schüler geschaffen werden kann,  war Grund genug für uns als Politikfachgruppe des Dammer Gymnasiums eine von 3.400 teilnehmenden Schulen bei der Juniorwahl zu werden und diese entsprechend ernst zu nehmen: Wahlkabinen und – urnen wurden hergestellt, Pläne erarbeitet, geeignete Räumlichkeiten festgestellt, Schüler und Kollegen mobilisiert und Abläufe optimiert. Neben dem besonderen Engagement von über 70 Schülern, die sich als Wahlvorstand und Wahlhelfer engagiert haben und den Wahlakt selbst organisiert, Wählerverzeichnisse angelegt und Wahlbenachrichtigungen verteilt haben, erfolgte eine zielgerichtete Anpassung des Unterrichtsplans auf die Juniorwahl durch die Politiklehrer. Tiefgehend thematisiert wurden dabei vor allem die zentralen Fragen: „Wählen – Wie geht das eigentlich?“, „Juniorwahl – Was ist das?“, „Wen wählen? Direktkandidaten und Parteien im Vergleich“. Eine entsprechende Präsentation erwartete die Schüler vor dem jeweiligen „Wahllokal“ (sprich Raum 600 in der Hauptschule und dem Foyer im Gymnasium), so dass auch die kurz vor Stimmabgabe Unentschlossenen bis zum Schluss bestmöglich unterstützt worden sind.

Am 18.09.2017 war es endlich so weit: Die Dammer Schüler gaben ihre Stimmen ab! Bis zum 22.09. simulierten 697 Schüler die einfachste und zugleich wichtigste Form der aktiven politischen Partizipation, die Wahl. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 96,4%.

Die in der Überschrift aufgeworfene Behauptung, Schüler unter 18 seien die besseren Demokraten stammt von Gerald F. Wolff, dem Initiator der Juniorwahl, und lässt sich durchaus mithilfe der Ergebnisse der Dammer Juniorwahl stützen: Neben der ausgesprochen hohen Wahlbeteiligung ist festzuhalten, dass die Schüler vor allem gefestigte demokratische Parteien gewählt haben, so dass die CDU mit 40,46 % der Stimmen und die SPD mit 18,65% die beiden stärksten Parteien geworden sind. Es folgen die FDP (12,48%), die GRÜNEN (11,62%), Die PARTEI (7,17%) und die LINKE (4,48 %). Die im Vorfeld vielfach diskutierte AfD konnte am Dammer Gymnasium lediglich 2% der Stimmen für sich beanspruchen.  

Schlussendlich sind sich Schüler, Lehrer und die örtliche Presse einig: Die Teilnahme an der Juniorwahl bedeutet zwar viel Arbeit, aber das ist uns unsere Demokratie wert, so dass wir die Juniorwahl insgesamt als eine rundum „Gute Idee“ (OV vom 20. SEPTEMBER 2017) verbuchen. Schließlich ist – wie in der OV zu lesen – Mitwirkung mehr als ein Kreuz in der Wahlkabine und muss entsprechend gelernt werden.

FG Politik