Fachgruppe Latein im Schuljahr 2016/17

Kollegen der Fachgruppe Latein

Name

Fächer

Frau Baltrusch

Latein, Geschichte

Herr Bramsmann

Latein, katholische Religion

Frau Holst

Latein, Werte u. Normen, Politik

Herr Kässens

Latein, katholische Religion

Frau Michalski (Fachobfrau)

Latein, katholische Religion

 

            

Frau Reuter

Latein, Geschichte

Herr Sydow

Latein, Geschichte

Herr Wittnebel

Latein, Musik

 

 

1. LATEIN LEHRT VERSTEHEN IM ALLTAG

 

Nur mit Lateinkenntnissen weiß man, woher z. B. unsere Monate oder die Planeten ihre Namen haben. Man kann verschiedene Autonamen (Volvo, Audi bzw. Astra, Phaeton) und endlich auch die Zaubersprüche von Harry Potter verstehen. Interessant ist auch immer wieder die Erkenntnis, dass - dem Wortsinn entsprechend - der Multivitaminsaft ein "Saft mit vielen Inhaltsstoffen" ist und dass es sich bei dem Eis "Magnum" tatsächlich um "das Große" von Langnese handelt. Latein kann zudem unseren Namen eine Bedeutung geben: "Felix" ist der Glückliche, und "Julia" stammt aus der römischen High Society !

Überall Latein !

Technik

Computer
computare: ausrechnen

Video
videre: sehen

Gesellschaft

Demonstration
demonstrare: zeigen

sozial
socius: der Kamerad

Mathematik

Addition
addere: hinzufügen

Multiplikation
multiplicare: vervielfältigen

Medizin

Fraktur
frangere: zerbrechen

Kur
cura: die Pflege

Namen

Beate
beatus: glücklich

Justus
iustus: gerecht

Politik

Minister
minister: der Diener

Präsident
praesidere: leiten

Recht

Jurist
ius, iuris n.: das Recht

legal
lex, legis f.: das Gesetz

2. LATEIN VERMITTELT ALLGEMEINWISSEN

Es gibt kaum einen Bereich, der einen Lateiner nicht interessiert, angefangen bei den Naturwissenschaften und der Sprachwissenschaft, über Geschichte, Philosophie, Religion, Politik und Geographie bis hin zu Musik und Kunst. Themen aus diesen verschiedensten Gebieten finden Eingang in den Unterricht - eine gute Basis, um sich in den unterschiedlichen, allseits beliebten Quiz-Sendungen den einen oder anderen Euro zu verdienen ...

Diese Skulptur stellt Sisyphus, eine Gestalt der griechisch-römischen Sagenwelt, dar.

3. LATEIN GIBT ORIENTIERUNGSHILFEN

Faszinierend bei der Lektüre lateinischer Texte ist die Tatsache, dass die Fragen, die sich Menschen stellen, seit Tausenden von Jahren dieselben sind: Es geht immer wieder um Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Hoffnung und Verzweiflung, Leben und Tod etc. Die römischen Autoren geben ihre eigenen Antworten - manchmal recht "verstaubt", manchmal erstaunlich modern. Wir lesen ihre Schriften und diskutieren darüber, um ihre und unsere Welt besser zu verstehen.

4. LATEIN TRAINIERT DIE DEUTSCHE MUTTERSPRACHE

Latein formte auch einen Teil der deutschen Sprache: Fenster oder Mauer, Markt oder Münze, Spiegel oder Wein, Straße oder Schiff sind Beispiele für Lehnwörter, an deren Ursprung wir kaum einmal denken. Die Fremdwörter sprechen für sich: Information, Republik, Subventionen, Agrarstruktur, Provokation, Kultur - wer Latein kann, lernt viel über die deutsche Sprache. Folgendes darf man sicher auch nicht übersehen: Wer Latein lernt, trainiert zugleich die Muttersprache. Beim Übersetzen von lateinischen Texten wird eingeübt, genau hinzusehen, geeignete Wörter und Ausdrücke zu suchen, sie zu prüfen und auszuwählen. Auf diese Weise werden sprachliche Beweglichkeit und Kreativität sowie die Sicherheit im Ausdruck und Grammatik-Kenntnisse verbessert.

5. LATEIN IST DIE MUTTER VIELER EUROPÄISCHER SPRACHEN

In den Regionen des römischen Reiches entstanden unterschiedliche Dialekte des gesprochenen Lateins, aus denen viele Tochtersprachen hervorgegangen sind: Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch und Französisch. Zahlreiche Wörter dieser Sprachen haben ihren Ursprung im Lateinischen. Auch Englisch steht in enger Beziehung zur Sprache der Römer: ca. 60 % des englischen Wortschatzes lassen sich vom Lateinischen ableiten. Einserseits erleichtern nun Kenntnisse in einer dieser modernen Sprachen (z. B. Englisch, Französisch) das Erlernen des Lateinischen. Andererseits aber hat man sehr gute Voraussetzungen zum Erlernen verschiedener moderner Fremdsprachen, wenn man zuerst Latein lernt: Dabei hilft nicht nur der lateinische Wortschatz, sondern Latein ist vor allem ein "grammatisches Rückgrat": Man lernt im Lateinunterricht, wie eine Sprache funktioniert. Latein ist gewissermaßen ein "Modell von Sprache". Gerade diese Eigenschaft des Lateinischen ist eine gute Basis, moderne Fremdsprachen zu erlernen oder bereits vorhandene fremdsprachliche Fähigkeiten zu vertiefen.

6. LATEIN IST DAS FUNDAMENT DES ZUSAMMENWACHSENDEN EUROPAS

Man lernt die gesamte kulturelle und gesellschaftliche Bandbreite der antiken Welt und damit die Grundlage unserer abendländischen Kultur kennen: Philosophie, Religion, Technik, Staatskunde, Politik, Geschichte, Alltagsleben, Wirtschaft und Handel, Militär, künstlerisches Schaffen. In der Antike beginnt die Idee, die in unserer Zeit vollendet werden soll: Europa. Die europäische Idee prägte unser Abendland und verbindet uns.

7. LATEIN LEHRT LERNEN MIT SYSTEM

Auch Lernen will gelernt sein ! Wissen zielgerichtet zu erwerben und zu ordnen ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten und hilft dabei, viel Zeit zu sparen. Gerade beim Erlernen der lateinischen Sprache kann man diese Fähigkeiten einüben: Im Lateinischen stellt jeder Satz, jedes Wort eine Denkaufgabe dar. Man muss genau beobachten, sauber analysieren, logisch denken, konzentriert Lösungen abwägen, kritisch Teile zusammenfügen, geduldig Fakten ordnen. Durch das systematische Herangehen wird nicht nur das Bewusstsein für Sprache geschärft, sondern es ist auch ein Trainingsfeld für die anderen Schulfächer und für jede Wissenschaft, sozusagen eine "vorbereitende Wissenschaftsschule". Latein eröffnet Wege zu jeder Ausbildung, indem es ein geistiges Training leistet: Es fördert Beobachtungsgabe und Konzentrationsfähigkeit, es entwickelt Abstraktionsvermögen und logische Fähigkeiten, es erzieht zu rationaler Analyse und Durchhaltevermögen.

8. LATEIN IST DIE SPRACHE DER (NATUR-) WISSENSCHAFTEN  

Für Neuprägungen in Forschung und Technik verwendet man auch heute noch lateinische Begriffe. Mediziner, Apotheker, Biologen, Chemiker, Techniker - sie alle brauchen Latein, denn das internationale Vokabular der Wissenschaft ist lateinischer Herkunft - ob es sich nun um die Bezeichnung chemischer Elemente (aurum - argentum) oder um den medizinischen Terminus "Insomnie" handelt, den nachweislich (!) schon Lateinschüler der 6. Klasse als "Schlaflosigkeit" deuten können.

9. LATEIN IST VORAUSSETZUNG FÜR VIELE STUDIENFÄCHER

Für zahlreiche Studiengänge sind Kenntnisse in Latein sinnvoll oder sogar vorgeschrieben. Wer das Latinum schon zur Uni mitbringt, ist gut dran, denn die Crash-Kurse an der Uni sind für viele Studenten ein großes Hindernis, das das Studium unnötig verlängert oder auch zur Kapitulation, d. h. zum Wechsel des Studienfaches führt. Z. Zt. gilt: Wer Latein ab Klasse 6 lernt, erhält sein "Kleines Latinum" am Ende der Klasse 9. Nach fünfjährigem Lateinunterricht (Ende Klasse 10) wird das "Latinum" erreicht, das "Große Latinum" gibt es, wenn Latein bis zum Abitur (Ende Klasse 12) fortgeführt wird. Genaueres zu Abschlüssen in Latein finden Sie hier: Latinum/Abschlüsse in Latein

10. LATEIN MACHT SPASS !

Heute lernt man abwechslungsreich Latein: ob zu zweit, in der Gruppe oder spielerisch - die Arbeitsweise ist so vielseitig und ideenreich wie die Schüler. Auch neue Computerprogramme und das Internet stehen zur Verfügung; sie helfen beim Erlernen des Lateinischen und machen Lust, sich auf Entdeckungsreisen in das antike Rom zu begeben. Die modernen Lehrbücher bieten zahlreiche Vorschläge und Anregungen für abwechslungsreichen Lateinunterricht. Außerdem gibt es vielfältige Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Arbeit, so z. B. bei Besuchen von Museen und Ausstellungen (Kalkriese), auf Klassenfahrten ins"römische Germanien" (Trier) und zu anderen antiken Stätten in Europa.

 

 

 

Lehrbuch

Für Latein als zweite Fremdsprache verwenden wir das Lehrwerk Pontes.